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23.04.2017 - 19:54

Flat- TVs erwartet angeblich breite Zukunft

24.07.2008, 14:41
Die gute Nachricht: Wenn diese Prognose eintrifft, sind schwarze Balken bei Kinofilmen im Fernsehen Geschichte. Die schlechte: Keine Möbelhaus-Wohnwand der Welt bietet dann Platz für eine Riesenglotze. Das US-Magazin "Sound & Vision" ortet bei Flachbildfernsehern der Zukunft nämlich einen Trend weg vom 16:9-Format hin zum so genannten Cinemascope-Format, dem Standard in der Filmindustrie mit einem Seitenverhältnis von 2,35:1. Aber keine Angst vor einem neuerlichen Format-Wirrwarr - Hersteller sehen solche Geräte eher in den Wohnzimmern von Filmfreaks.

"Sound & Vision" hat recht, wenn es sich über die Schwarze- Balken- Krankheit in der Fernseh- und Kinowelt beschwert. Derzeit existieren grob drei Formate: Das antike 4:3- Format ist noch bei einigen Fernsehsendern Übertragungsstandard (der ORF bewegt sich davon gerade weg) und natürlich bei älteren Fernseh- und Filmproduktionen vorhanden. Großteils hat sich im TV- Bereich aber das 16:9- Format eingebürgert, was sich auch bei den Fernsehgeräten zeigt.

Im Kinosektor und mittlerweile auch bei den ersten US- Fernsehserien herrscht nun aber das Cinemascope- Format vor. Wenn man also ein 16:9- TV- Gerät besitzt, gibt's bei Kinofilmen wieder schwarze Balken oben und unten. Warum also für die Kinofans nicht 2,35:1- Fernsehgeräte bauen? Die Flat- TV- Industrie verneint zunächst. Es sei zu kompliziert, jetzt im Vergleich zu 16:9- Fernsehern um noch ein Drittel breitere TV- Geräte einzuführen. Die Fertigungsmechanismen seien außerdem allesamt auf Widescreen eingestellt und bei den TV- Stationen ist es nicht absehbar, dass sie irgendwann auf das "Schießscharten- Format" umstellen würden.

2,35:1- Fernseher sollen ausrollbar sein

Chancen bestehen laut "Sound & Vision" dennoch, dass zumindest ein paar Hersteller für Kinofreaks entsprechende Geräte bringen. Highend- Beamer mit Cinemascope- Unterstützung gibt es ja bereits. Professor Robert Doherty von der University Of Southern California glaubt allerdings, dass die TVGeräte dann keine gewöhnlichen Fernseher mehr sein werden. "Ich gehe davon aus, dass man diese Displays dann entweder aufrollen oder ausziehen kann", sagt er "Sound & Vision". Mögliche Geräte ortet er schon im nächsten Jahr.

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