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08.12.2016 - 17:54
Foto: uber.com

Fahrdienst Uber engagiert "Datenschutzteam"

21.11.2014, 10:11
Der US-Fahrdienstanbieter Uber ist nach Drohungen von Vize-Chef Emil Michael, missliebige Journalisten auszuspionieren, um Schadensbegrenzung bemüht. Uber habe ein "Datenschutzteam" eingestellt, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Es solle prüfen, wie Uber mit Informationen über seine Kunden umgehe, und nötigenfalls den Datenschutz verbessern.

Nach den Äußerungen Michaels waren Befürchtungen laut geworden, Uber könne nicht nur Journalisten, sondern auch seine Kunden ausspionieren. "Unser Geschäft ist abhängig vom Vertrauen von Millionen Kunden und Fahrern, die Uber nutzen", so das Unternehmen. Die zurückgelegten Fahrwege seien eine "wichtige Information" - "und wir verstehen, dass wir damit sorgfältig und mit Respekt umgehen und sie vor Unbefugten schützen müssen".

Vize- Chef Emil Michael hatte sich bei einer Party in New York beklagt, dass Journalisten kritisch über Uber berichteten, und laut darüber nachgedacht, auf solche Journalisten ein Team anzusetzen, das deren Privatleben durchleuchtet. So würden sie einen Schluck ihrer eigenen Medizin bekommen.

Chef distanzierte sich von Aussagen

Uber- Chef Travis Kalanick distanzierte sich am Donnerstag über den Kurznachrichtendienst Twitter. Michaels Kommentare seien "furchtbar", er spreche nicht für das Unternehmen. Die Äußerungen zeigten einen Mangel an Führungskraft und an Menschlichkeit, damit habe er sich von den "Werten und Idealen" der Firma entfernt.

"Gottes Auge" soll Fahrer überwachen

Berichtet über den Ausfall Michaels hatte die Website Buzzfeed. Nach ihren Angaben haben Führungskräfte bei Uber auch Zugriff auf ein Programm namens "Gottes Auge", das anzeigt, wo Fahrer und Mitfahrer sich zu jedem beliebigen Zeitpunkt befinden - angeblich aus Sicherheitsgründen.

Uber wurde 2009 in den USA gegründet. Per Smartphone bietet es Fahrdienste an, dabei greift Uber auf private Fahrer und deren Autos zurück. Vor allem dieses Angebot ist in vielen Ländern umstritten und stößt auf den erbitterten Widerstand etablierter Taxiunternehmen.

21.11.2014, 10:11
AG/red
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