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04.12.2016 - 22:49
Foto: EasyJet

Easyjet ersetzt Inspekteure durch Mini- Drohnen

08.05.2014, 08:59
Mini-Drohnen von der Größe eines Fußballs sollen der Fluglinie Easyjet künftig bei der Überprüfung von Flugzeugen helfen und damit teurere Inspekteure ersetzen. Der Billigflieger stellte am Mittwoch am Firmensitz im britischen Luton das mit Kameras ausgerüstete und von sechs Rotoren angetriebene Fluggerät vor, das Flugzeuge etwa nach einem Blitzeinschlag auf Defekte hin absuchen soll.

Die Bilder der Drohne sollen anschließend in der Firmenzentrale ausgewertet werden. Dadurch kann nach Firmenangaben eine Inspektion binnen Stunden erfolgen, für die bisher ein Tag benötigt wurde. Das Flugzeug sei schneller wieder in die Luft, was wirtschaftlicher sei, argumentierte die Fluglinie.

Laut Easyjet- Manager Ian Davies fielen derzeit etwa sieben von tausend Flügen bei der Fluggesellschaft aus technischen Gründen aus. Ziel sei, die Quote bis 2020 auf null zu drücken. Ein Problem, das zur Flugverschiebung auf den nächsten Tag und damit zu Kosten für die Hotelunterbringung von Passagieren führt, belaste das Unternehmen mit bis zu 25.000 Dollar. Dies komme bei Easyjet in etwa 100 Fällen pro Jahr vor. Könnte das Flugzeug schneller wieder starten, fielen diese Kosten weg.

Papierlose Flugzeuge und Augmented- Reality- Brillen

Easyjet zufolge sind die Drohnen nur ein Baustein der Bemühungen, die Kosten ständig weiter zu senken. So soll allein die Gewichtsreduzierung durch den Austausch von Bordbüchern gegen Tablets dazu führen, dass die jährlichen Kerosinkosten um 500.000 Dollar zurückgehen.

Ferner wird an der Entwicklung von Augmented- Reality- Brillen gearbeitet, die Piloten oder Inspekteure bei der Durchsicht der Flugzeuge tragen sollen. Statt Probleme wie bislang per Funk oder mittels per E- Mail verschickter Fotos zu beschreiben, sollen die Brillen Live- Bilder an einen Spezialisten in der Zentrale übertragen. So wolle man mit weniger Personalkosten für dieselbe Sicherheit sorgen, hieß es in einer Mitteilung  des Unternehmens.

08.05.2014, 08:59
AG/red
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