Willkommen
|
Facebook Twitter Google Plus
04.12.2016 - 04:25
Foto: Amazon

Der Wettlauf der Boten- Drohnen hat begonnen

30.08.2014, 09:00
Am Himmel könnte es in der Zukunft ziemlich eng werden: Google und Amazon entwickeln Drohnen zur Paketzustellung. Die Vision sei, irgendwann alles Mögliche innerhalb von ein bis zwei Minuten aus der Luft zu liefern, verkündet der Chef des Forschungslabors Google X, Astro Teller. Ob man es sich heute vorstellen kann oder nicht: Wenn zwei solche Schwergewichte ihren Hut in den Ring werfen, kann man die Bewegung nicht mehr ignorieren. Eine Zukunft mit abertausenden Boten-Drohnen in der Luft wird immer wahrscheinlicher.

Noch sind allerdings viele Fragen völlig offen. Kann sich die Einzel- Zustellung aus der Luft wirtschaftlich rechnen? Wie sollen neue Regeln zur Steuerung des automatisierten Verkehrs am Himmel aussehen? Was ist mit Risiken durch mögliche Abstürze, Zusammenstöße oder einfach nur elektromagnetische Störungen durch die kleinen Flugobjekte? Wie kann man die Lufttransporte gegen Diebstahl oder gar Sabotage schützen? Es werde Jahre dauern, bis die technischen und rechtlichen Probleme gelöst sind, räumen auch die Unternehmen ein. Aber Google und Amazon haben auch eine erhebliche politische Durchschlagskraft.

"Wir denken, dass Geschwindigkeit entscheidend ist, um das Konsumverhalten von Menschen grundlegend zu verändern", sagte Google- X-Chef Teller der "Berliner Zeitung". Aus seinen Laboren stammen Projekte wie die Datenbrille Google Glass oder die riesigen Ballons des "Project Loon", die Internet in entlegene Gebiete bringen sollen. Google- Mitgründer Sergey Brin war eine treibende Kraft hinter dem Drohnen- Projekt, erzählte Teller der Website "The Atlantic".

Schon als Amazon im Dezember überraschend sein Drohnen- Projekt vorstellte, fiel ein Unterschied zwischen der Skepsis in den Medien und der konzentrierten Aufmerksamkeit in betroffenen Branchen auf. Die Deutsche Post testete auf einmal vor ihrer Bonner Zentrale, wie sich per Drohne Medikamente aus einer Apotheke zustellen lassen. Die amerikanische Pizza- Kette Domino's zeigte schon vorher, dass sich Pizza mit einem "DomiCopter" liefern ließe. Und ein New Yorker filmte, wie sich sein Hund von einer Drohne ausführen lässt.

Kommt das "Drone Valley"?

Natürlich ist es ist deutlich einfacher, die Drohen wie jetzt im Fall von Google über einem leeren Acker im weitläufigen Queensland in Australien ihre Runden drehen zu lassen als im dicht besiedelten Queens in New York. Aber die Beteiligten zeigen sich überzeugt, dass alle Hindernisse überwunden werden können. Zunächst solle in einer kleinen Stadt gezeigt werden, dass das System funktioniere und sicher sei, sagte Teller der "Berliner Zeitung". Die Überlegung sei, das Warensortiment dann Schritt um Schritt auszuweiten.

Der bekannte Internetinvestor Marc Andreessen regte bereits ein "Drone Valley" an - eine US- Region solle die Bestimmungen für Drohnen- Flüge drastisch lockern, damit sie dort ausgiebig getestet werden könnten.

Logistik vor neuen Herausforderungen

Die Drohnen- Euphorie fällt ohnehin in eine Zeit, in der etablierte Logistik- Wege von neuen Herausforderern aus der Internetwelt aufgemischt werden. So bewerteten Investoren den Fahrdienst Uber jüngst mit 17 Milliarden Dollar (12,9 Milliarden Euro) nicht nur so gigantisch hoch, weil er die Taxi- Branche umkrempeln kann. Vielmehr wird Uber zugetraut, seine Plattform auch auf die Logistik auszuweiten.

"Wenn sie ein Auto in fünf Minuten an einen bestimmten Ort liefern können, können sie alles dorthin liefern", sagt Uber- Chef Travis Kalanick. Seit ein paar Tagen testet seine Firma in Kalifornien das Angebot UberFresh, bei dem frisches Essen binnen zehn Minuten geliefert wird. Und in San Francisco vermittelt das Startup Postmates frei nach dem Uber- Prinzip Kurierdienste durch jedermann über eine Online- Plattform.

Branche muss Geschäftsmodelle überdenken

"Die Logistikbranche sollte die Programme zur Paketzustellung per Drohne von Google und Amazon sehr ernst nehmen", warnte Professor Peter Russo, Leiter des Instituts für Transformationen in Wirtschaft und Gesellschaft an der European Business School in der "Berliner Zeitung" vom Samstag. "Im Logistikbereich sind die etablierten Unternehmen zu sehr auf die Optimierung ihrer bisherigen Geschäftsmodelle fixiert, anstatt darüber nachzudenken, wie der Bereich unter der Nutzung neuer Technologien grundsätzlich deutlich effizienter organisiert werden könnte."

30.08.2014, 09:00
AG/red
Kommentare  
Kommentare sortieren nach:
km_num_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
Antworten sortieren nach:
km_antworten_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).
Werbung
Jetzt online spielen!
Werbung
Angaben gem ECG und MedienGesetz: Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber bzw. Diensteanbieter
Krone Multimedia GmbH & Co KG (FBN 189730s; HG Wien) Internetdienste; Muthgasse 2, 1190 Wien
Krone Multimedia © 2016 krone.at | Impressum