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11.12.2016 - 14:19
Foto: thinkstockphotos.de, krone.at-Grafik

D: Störsender gegen Online- Preisvergleich am Handy

21.08.2013, 10:55
Dass Kunden beim Einkauf immer häufiger zu ihrem Smartphone greifen, um online Preise miteinander zu vergleichen, verärgert viele Händler. Sie tun sich schließlich zumeist schwer, mit den Schnäppchenpreisen im Internet zu konkurrieren. Laut einem Bericht des Fernsehsenders RTL soll dies in Deutschland sogar dazu geführt haben, dass in einem Markt einer großen Elektronikmarktkette Mobilfunkstörsender angebracht wurden.

Wie Golem.de  unter Berufung auf die RTL- Sendung "Die große Schnäppchenlüge"  berichtet, soll eine große Elektronikmarktkette in Deutschland Mobilfunkstörsender einsetzen, um Kunden einen Preisvergleich am Smartphone unmöglich zu machen. Der Fernsehsender beruft sich dabei seinerseits auf einen namentlich nicht genannten Verkaufsleiter, der dazu eine eidesstattliche Versicherung abgegeben habe. Es sei eine "Handelskette, die ihre Kunden mit Schnäppchenpreisen lockt", heißt es. Der Name des Unternehmens wird nicht genannt.

"Die Werbung ist immer wichtiger geworden für die einzelnen Supermärkte und Ketten", schildert der Verkaufsleiter vor der TV- Kamera. Dementsprechend werde damit geworben, der billigste zu sein. "Im Zeitalter der Smartphones und Apps seit rund drei Jahren ist es für jeden möglich, dies zu überprüfen. Und da ist natürlich so eine Geschichte mit einem Störsender eine ganz charmante und einfache Lösung. Die einzelnen Märkte haben da kein Mitspracherecht. Das kommt immer von der Spitze, von der Leitung. Der Marktleiter wusste nie Bescheid."

In einem Laden seien demnach bis zu fünf Störsender in Betrieb, installiert habe diese eine Handwerkerkolonne - unter der Vorgabe, etwas am Kamerasystem zu reparieren. "Die Illegalität war bekannt. Gemacht wird es weiter, das weiß ich ganz sicher." Besonders pikant: Laut Golem.de dürfen Mobilfunkstörsender in Deutschland legal nur mit Zustimmung der Bundesnetzagentur verwendet werden. Zum Einsatz kommen sie bislang beispielsweise in Justizvollzuganstalten.

Gegenüber dem Branchenportal erklärte ein Mobilfunkexperte allerdings, dass nicht jedes Problem bei der Mobilfunkverbindung in einem Gebäude auch automatisch auf einen Störsender zurückzuführen sei und verwies dabei auf Metallfassaden oder fehlende Fenster. Sollten Störsender zum Einsatz kommen, ließe sich das aber mit Geräten eindeutig feststellen, da sie ein Signal erzeugten.

21.08.2013, 10:55
red
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