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04.12.2016 - 04:32
Foto: Samsung

D: Samsung ändert Galaxy Tab - aber nur minimal

17.11.2011, 10:55
Seit August darf Samsung seinen Tablet-PC Galaxy Tab (links im Bild) in Deutschland nicht mehr verkaufen, nachdem Apple vor Gericht wegen Patentverletzungen ein Verbot durchsetzen konnte. Samsung setzte sich mit allen Mitteln dagegen zur Wehr. Da dieser Kampf offenbar nicht zu gewinnen ist, hat Samsung nun ein Alternativmodell (rechts) für den deutschen Markt eingeführt - die Änderungen sind allerdings minimal.

Das neue Galaxy Tab 10.1N mit der Modellnummer P7501 statt P7500 ist derzeit nur als 16- Gigabyte- Version in Weiß zu haben, 32- Gigabyte- und schwarze Modelle sollen in Kürze folgen.

Verändert worden seien die Bildschirm- Einfassung und die Lautsprecher, sagte ein Samsung- Sprecher der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap am Donnerstag. Schon jetzt ist das Galaxy Tab 10.1N in Deutschland über Online- Shops erhältlich, kommende Woche soll das Gerät auch in den Handel kommen.

Streit um "Geschmacksmuster"

Ob Samsung mit den minimalen Änderungen durchkommt oder Apple erneut vor Gericht zieht, bleibt abzuwarten. Schließlich verfügt auch das neue Galaxy- Tab- Modell über eine viereckige Form mit abgerundeten Ecken - dieses sogenannte Geschmacksmuster war eines der Patente für das iPad, die Apple vor Gericht durchsetzen konnte.

Samsung kämpft dennoch weiter

Davon abgesehen geht der Streit vor Gericht ohnehin weiter: Samsung legte gegen das Urteil Widerspruch ein, kurz vor Weihnachten wird sich das Oberlandesgericht in Düsseldorf damit beschäftigen. Apple hatte Samsung mit der Verfügung des Düsseldorfer Landgerichts auch gezwungen, das kleinere Galaxy Tab 7 vom Stand auf der Elektronik- Messe IFA in Berlin zu entfernen.

Weltweiter Patentstreit

Das Verfahren in Düsseldorf ist Teil eines weltweiten Patentstreits der beiden Elektronik- Schwergewichte, in dem sie sich gegenseitig Ideenklau bei Technologie oder Design vorwerfen. In Deutschland gibt es auch weitere Verfahren in Mannheim, bei denen Samsung unter anderem den Vertrieb des iPhones stoppen lassen will. Außerdem bekriegen sich die Unternehmen unter anderem in den USA, in Australien, Frankreich und Italien.

17.11.2011, 10:55
red/AG
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