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05.12.2016 - 11:04
Foto: instagram.com/smarter.am

Brite kämpft elf Stunden mit WLAN- Wasserkocher

14.10.2016, 11:14

Smarte Häuser und das Internet der Dinge sollen unser Leben einfacher machen, verspricht die IT- Industrie. Der Erfahrungsbericht eines britischen Softwareentwicklers zeichnet aber ein anderes Bild: Als er versuchte, einen WLAN- Wasserkocher in seine Hauselektronik zu integrieren, musste er elf Stunden mit dem Gerät herumspielen, bis es wie vorgesehen funktionierte. Der nächste Affront folgte umgehend durch die vernetzte Beleuchtung.

Mark Rittman ist von Beruf Big- Data- Spezialist beim IT- Konzern Oracle, versteht also etwas von Elektronik. Ein "smarter" WLAN- Wasserkocher  des Unternehmens Smarter AM um hundert britische Pfund brachte ihn kürzlich allerdings zur Weißglut, berichtet das IT- Portal "Golem" . Der Wasserkocher versprach, vorab eingefülltes Wasser auf Knopfdruck am Handy zu erhitzen und sogar den aktuellen Wasserstand per WLAN bekanntzugeben.

Doch die Versprechungen des Herstellers wurden nicht gehalten. Wie Rittman berichtet, kämpfte er insgesamt elf Stunden mit dem "smarten" Wasserkocher, bevor dieser funktionierte wie vorgesehen. Erst wollte er sich nicht korrekt ins Netzwerk integrieren lassen, dann erstellte er nach einem Reset sein eigenes WLAN, dann kam es wegen eines Verständigungsproblems zwischen DHCP- Server und Wasserkocher zum nächsten Verbindungsproblem.

Sprachbefehle im Eigenbau nachgerüstet

Als Rittman den Wasserkocher nach etlichen Stunden endlich in sein Heimnetzwerk integriert und sogar der bei Technik- Frustrierten recht beliebte Twitter- Account "Internet of Shit" über sein Leid berichtet hatte, kam der nächste Rückschlag.

Eigentlich wollte Rittman den Wasserkocher mithilfe des smarten Lautsprechers Amazon Echo per Sprachbefehl steuern, allerdings fehlte ihm dafür die Schnittstelle zum Online- Dienst "IFTTT". Rittman programmierte sie kurzerhand selbst - und hatte den Wasserkocher nach elfstündigem Kampf schließlich so weit, dass er funktionierte, wie vorgesehen.

Ein Ende hatte Rittmans Smart- Home- Alptraum damit freilich nicht. Schon beim Abendessen mit der Familie gab es das nächste Problem: Die Beleuchtung fiel wegen eines Firmware- Updates der intelligenten Lampen aus, die er in seinem Haus montiert hatte.

Die nächste Smart- Home- Baustelle ließ also nicht gerade lang auf sich warten.

14.10.2016, 11:14
der, krone.at
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