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07.12.2016 - 18:11
Foto: YouTube.com/Yvonne Felix / Video: YouTube.com/Yvonne Felix

Blinde Mutter sieht dank Hightech- Brille ihr Baby

26.01.2015, 10:46
Die 29-jährige Kanadierin Kathy Beitz leidet seit ihrer Volksschulzeit an der Augenkrankheit Morbus Stargardt. Sie hat ihre Sehkraft fast vollständig verloren. Als Beitz kürzlich ihren Sohn Aksel zur Welt brachte, reichte ihr Augenlicht nicht mehr, um ihr Neugeborenes nach der Geburt anschauen zu können. Um der Mutter dieses prägende Erlebnis trotzdem zu ermöglichen, wurde sie in der Klinik mit einer Hightech-Sehhilfe namens "eSight" ausgestattet.

"Es nimmt mir ziemlich viel. Wenn ich eine Person ansehe - ihren Kopf, ihre Schultern - dann sehe ich in diesem Bereich nichts", erzählt Beitz im Gespräch mit dem kanadischen TV- Sender CBS  über ihre Krankheit . Das ist im Alltag schon schwer genug. Wenn eine frischgebackene Mutter ihr eigenes Kind nicht ansehen kann, verleiht das Beitzs Handicap jedoch eine neue Dimension.

eSight bereitet Bilder für Sehbehinderte auf

Die Reaktion der zuständigen Ärzte: Sie haben Beitz mit der Hightech- Sehhilfe eSight  ausgestattet und ihr damit die Möglichkeit gegeben, ihren Sohn zum ersten Mal wahrhaft zu sehen. "Ich erinnere mich an seinen kleinen Mund und seine winzige Zunge, als er geschrien hat", sagte die bewegte frischgebackene Mutter dem TV- Sender.

Taylor West vom Sehhilfenhersteller eSight erklärt die Funktionsweise der Hightech- Brille: "Wir nehmen Bilder und Videos auf und zeigen sie in Echtzeit an – mit bestimmten Optimierungen für Menschen mit geringer Sehkraft. Dadurch nimmt das Auge mehr wahr, als es normalerweise der Fall wäre." Für Beitz ist die Hightech- Brille der Schlüssel zu einem fast normalen Leben mit ihrem Sohn Aksel.

Mutter meistert mit eSight nun ihren Alltag

"Ich hätte mir ansonsten vorstellen müssen, wie er aussieht. Und ich bin daran gewöhnt, aber es hätte mir ein bisschen das Herz gebrochen, das bei meinem eigenen Baby tun zu müssen", sagt die frischgebackene Mutter, die ihre 15.000- Dollar- Sehhilfe nach ihrem Klinikaufenthalt mit nach Hause nehmen durfte, um den Alltag mit dem Neugeborenen zu meistern.

Und sie ist froh darüber: "Ich würde im Grunde völlig blind sein und nicht wissen, welche Dinge ich meinem Baby gebe." Mit ihrer eSight- Brille ist sie hingegen in der Lage, zu erkennen, welche Babynahrung sie ihrem Sohn gibt und was auf anderen Verpackungen steht. Die eSight- Brille soll sogar so gut funktionieren, dass Beitz ihrem Sohn damit aus Kinderbüchern vorlesen kann.

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