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03.12.2016 - 04:39
Foto: thinkstockphotos.de (Symbolbild)

Bestohlene würden sich für Handy in Gefahr bringen

08.05.2014, 12:12
Mehr als zwei Drittel aller US-Amerikaner (68 Prozent) würden sich selbst in Gefahr bringen, um ihr gestohlenes Smartphone zurückzuerlangen. Denn die darauf gespeicherten Daten haben für viele Nutzer inzwischen einen enormen Wert, wie eine Studie des mobilen Sicherheitsanbieters Lookout zum Thema Handydiebstähle zeigt.

3,1 Millionen US- Amerikaner und damit fast doppelt so viele wie 2012 sind im Vorjahr Opfer eines Handydiebstahls gewesen. Am häufigsten gestohlen werden die Geräte der Lookout- Studie  nach in Restaurants (16 Prozent), Bars und Nachtclubs oder am Arbeitsplatz (jeweils elf Prozent), seltener hingegen in öffentlichen Verkehrsmitteln (sechs Prozent) oder auf der Straße (fünf Prozent).

Bevorzugt greifen die Langfinger zwischen Mitternacht und den frühen Morgenstunden (40 Prozent) zu, danach sinkt die Diebstahlrate kontinuierlich. Zwischen 6 und 9 Uhr vormittags finden nur noch 29 Prozent aller Handydiebstähle statt, zwischen 10 Uhr vormittags und 5 Uhr nachmittags sind es gar nur mehr 18 Prozent.

Mehrheit der Geräte wird vergessen und liegengelassen

In den seltensten Fällen (elf Prozent) werden die Geräte jedoch unmittelbar aus den Händen oder Taschen ihrer Besitzer gestohlen. Auch dass die mobilen Alleskönner aus dem Auto oder bei einem Einbruch gestohlen werden, kommt vergleichsweise selten vor (14 Prozent). Die Mehrheit (44 Prozent) der Handys und Smartphones wird stattdessen gestohlen, nachdem sie zuvor aus Unachtsamkeit an öffentlichen Plätzen vergessen wurden. Gelegenheit macht schließlich Diebe.

Die Folgen für die Opfer: ein Verlust von Zeit- und Produktivität (47 Prozent), vertraulichen Firmeninterna (zehn Prozent), der eigenen Online- Identität (neun Prozent) oder auch Geld, weil die Täter sich mithilfe der auf den Geräten gespeicherten Informationen auf Einkaufstour im Internet begeben (12 Prozent). Daraus wiederum resultieren vorwiegend Gefühle wie Wut (73 Prozent), Stress und Frustration (jeweils 60 Prozent).

Bestohlene würden bis zu 1.000 Dollar für Daten zahlen

Die Hälfe der Bestohlenen würde sich den Wiedererhalt der gestohlenen Fotos, Videos und Musik sowie persönlichen Inhalte daher sogar etwas kosten lassen, nämlich 500 Dollar (knapp 360 Euro). Eines von drei Opfern wäre sogar bereit, das Doppelte zu zahlen. 68 Prozent der US- Amerikaner scheuten laut Lookout auch nicht davor zurück, sich selbst einer "gewissen Gefahr" auszusetzen, um ihr gestohlenes Gerät zurückzuerlangen.

Die überwältigende Mehrheit (90 Prozent) würde nach einem Diebstahl jedenfalls aktiv werden und etwa die Polizei verständigen oder versuchen, den Täter mittels spezieller Apps zu orten. Zehn Prozent hingegen würden sich ihrem Schicksal ergeben und keine weiteren Schritte unternehmen, weil sie sich gar nicht bewusst seien, dass etwas dagegen unternommen werden könnte oder weil sie nicht wüssten, was zu tun sei, schildert Lookout. 40 Prozent der Bestohlenen hätten demzufolge nicht gewusst, dass ihr Gerät durch die sogenannte IMEI- Nummer eindeutig zu identifizieren ist.

Späte Einsicht

Wer bereits einmal Opfer eines Diebstahls geworden ist, ergreift beim nächsten Smartphone- Kauf wenigstens zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen. 76 Prozent gaben der Studie nach an, künftig eine Sicherheits- oder Ortungs- App installieren zu wollen, 80 Prozent beabsichtigen die Verwendung eines PIN- Codes.

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