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09.12.2016 - 05:07
Foto: AP

Apples neues Macbook Pro ist ein Wegwerfprodukt

18.11.2016, 08:46

Wie gut lässt sich Apples neues Macbook mit OLED- Touchleiste bei einem Defekt reparieren? Dieser Frage ist das Reparatur- Portal "iFixIt" auf den Grund gegangen - und zu einem vernichtenden Urteil gekommen. Das neue Macbook sei im Grunde ein Wegwerfprodukt und bei Mängeln so gut wie unreparierbar, kritisieren die Spezialisten.

Der Akku ist im Gehäuse des neuen Macbook Pro verklebt, SSD und Arbeitsspeicher hat Apple fix mit dem Mainboard verlötet, ebenso den Prozessor. Wer eine dieser einst in den meisten Laptops problemlos austauschbaren Komponenten tauschen will, hat somit ein echtes Problem, berichten die "iFixIt"- Spezialisten auf ihrer Website . Auch die neue Touch- Bar ist so im Macbook Pro eingebaut, dass sie sich kaum ausbauen lässt, ohne sie zu beschädigen.

Die Bauweise hat für den Kunden handfeste Folgen: Will er Arbeitsspeicher oder SSD tauschen, dürfte in vielen Fällen der kostspielige Austausch des ganzen Mainboards nötig werden. Vom Nutzer selbst können Reparaturen angesichts des vielen Klebers, der verlöteten Teile und der Spezialschrauben, mit denen Apple das Gehäuse verschließt, aber ohnedies kaum durchgeführt werden.

Reparatur dürfte unökonomisch teuer werden

Wer ein defektes Macbook hat, dürfte Reparaturen ausschließlich bei Profis durchführen lassen können. Und die werden angesichts der vielen Reparatur- Hürden, die Apple ihnen in den Weg legt, wohl stolze Preise für Arbeiten am neuen Macbook verlangen. Preise, die potenziell so hoch sein werden, dass sich der Kunde zweimal überlegt, ob sich die Reparatur überhaupt noch lohnt.

Die Experten von "iFixIt" würdigen die Reparierbarkeit des neuen Macbook Pro letztlich mit nur einem von zehn möglichen Punkten. Und den einen Punkt ergattert das Gerät auch nur, weil immerhin das Mega- Touchpad unter der Tastatur halbwegs problemlos ausgebaut werden kann.

Alles in allem scheint das neue Macbook aber - ebenso wie Microsofts auch nicht gerade einfach reparierbare Surface- Tablets (Surface Pro 4: 2 von 10 "iFixIt"- Punkten) - ein Wegwerfprodukt zu sein. Läuft es nach einigen Jahren nicht mehr rund, dürfte ein Austausch die ökonomischste Option sein.

18.11.2016, 08:46
der, krone.at
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