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05.12.2016 - 14:24
Foto: DAPD/Timur Emek

Apple bricht alle Rekorde: 37 Mio. iPhones verkauft

25.01.2012, 08:36
Apple ist so erfolgreich unterwegs wie noch nie: Eine gigantische Nachfrage nach dem neuen iPhone 4S und dem iPad hat den Gewinn des kalifornischen Konzerns im Weihnachtsquartal auf 13,1 Milliarden Dollar (10,07 Milliarden Euro) hochgetrieben. Das sind umgerechnet 10,1 Milliarden Euro und mehr als doppelt so viel wie im Vorjahreszeitraum. Nicht einmal zu den besten Zeiten unter Steve Jobs hatte Apple so viel verdient.

Zum Vergleich: Der über Jahre bestverdienende aller Technologiekonzerne - Microsoft - schaffte im gleichen Zeitraum die Hälfte. Google kam nicht mal auf ein Viertel. "Das ist einfach der Wahnsinn", lauteten die ersten Kommentare von Börsianern zu den Apple- Zahlen, die am späten Dienstag herauskamen. Der Konzern übertraf die Erwartungen bei weitem. Nachbörslich schoss die Aktie um 8 Prozent hoch. Apple sitzt jetzt auf einem Geldberg von 97,6 Milliarden Dollar.

37 Millionen iPhones verkauft

Apple hat alleine von seinem iPhone 37 Millionen Stück verkauft, der bisherige Rekord von 20,3 Millionen wurde locker überboten."Wir könnten nicht zufriedener sein", sagte der neue Konzernchef Tim Cook in einer Telefonkonferenz. Viele Kunden hätten gewartet, bis das neue iPhone 4S im Oktober herausgekommen sei, und dann zugeschlagen, begründete Cook den gewaltigen Sprung bei den Verkäufen.

Auch bei den iPads sprengte Apple mit 15,4 Millionen verkauften Exemplaren alle Rekorde. Das sind mehr als doppelt so viele wie im Vorjahreszeitraum. Während beim iPhone mittlerweile die Android- Smartphones eine ernsthafte Konkurrenz sind ("Es ist ein Kopf- an- Kopf- Rennen"), sieht Cook das iPad nahezu konkurrenzlos. "Ich habe auf die Zahlen geschaut, nachdem Amazon sein Kindle Fire in den USA herausgebracht hat. Ich habe keine Ausschläge nach oben oder unten gesehen", sagte Cook.

iPod schwächelt weiter

Auch Mac- Computer waren ein Renner mit 5,2 Millionen Verkäufen, was einem Zuwachs von 26 Prozent entspricht. Besonders beliebt waren die Notebooks. Im Heimatmarkt USA ist Apple mittlerweile der drittgrößte Computerhersteller und bietet damit den Windows- PCs die Stirn. Weltweit schafft es Apple nach Zahlen der Marktforschungsfirma Gartner indes nicht in die Topliga. Die iPod- Nachfrage ging indes weiter zurück und zwar um 21 Prozent auf 15,4 Millionen. Viele Menschen nutzen mittlerweile lieber ihr Smartphone zum Musikhören.

"Haben noch einige erstaunliche Produkte in der Hinterhand"

"Apple ist unglaublich stark unterwegs, und wir haben noch einige erstaunliche Produkte in der Hinterhand", sagte Cook. Details nannte er wie üblich nicht. Fast schon sicher scheint, dass noch im Frühjahr die dritte Version des iPad herauskommt. Die Produktion ist nach Informationen von US- Medien bereits angelaufen.

Immer wieder wird auch über einen Apple- Fernseher spekuliert, nachdem der im vergangenen Herbst verstorbene Firmenmitgründer Steve Jobs in seiner Biografie Andeutungen gemacht hatte. In dem Bereich hat Apple bisher nur einen kleinen Kasten zu bieten, der Fernsehsendungen oder Spielfilme aus dem Internet lädt und auf den Fernseher bringt, das Apple TV. "In Sachen Umsatz und Verkaufszahlen ist das für uns immer noch ein Hobby", sagte Cook.

Apple konnte im ersten Quartal 1,4 Millionen der Geräte absetzen. Sie kosten im wichtigen Heimatmarkt 99 Dollar und gehören damit zu den billigsten Apple- Produkten überhaupt. Cook sagte allerdings, er könne sich nicht mehr vorstellen, ohne Apple TV zu leben. "Wir schauen, was wir noch tun können." Weiter wollte er sich mit seinen Andeutungen nicht aus dem Fenster lehnen.

97,6 Milliarden Dollar auf der hohen Kante

Doch selbst ohne einen Apple- Fernseher sind die Geschäftszahlen beeindruckend: Der Umsatz stieg im ersten Geschäftsquartal angesichts der Rekordverkäufe um 73 Prozent auf 46,3 Milliarden Dollar. Amerika ist dabei immer noch der mit Abstand wichtigste Markt, dahinter folgt Europa. Ebenfalls bedeutend ist die Asien/Pazifik- Region mit dem boomenden China.

Inzwischen weiß Apple vor lauter Geld kaum mehr wohin damit. Der Konzern hatte zum 31. Dezember 97,6 Milliarden Dollar auf der hohen Kante liegen - in bar oder in Wertpapieren. Alleine in den drei Monaten von Oktober bis Dezember füllte sich die Kasse um weitere 16 Milliarden Dollar.

Den Aktionären, die endlich etwas davon abbekommen wollen, machte Finanzchef Peter Oppenheimer etwas mehr Hoffnung als bisher. "Wir diskutieren aktiv, was am besten mit dem Geld zu tun ist", so Oppenheimer. Und Apple werde aufpassen, dass die Milliarden "kein Loch in die Tasche brennen".

Apple 2011 weltgrößter Halbleiter- Abnehmer

Der Erfolg von iPhone und iPad hat Apple auch zum weltgrößten Einkäufer von Halbleiter- Produkten gemacht. Mit einem Sprung von 34,6 Prozent auf knapp 17,26 Milliarden Dollar (13,27 Milliarden Euro) habe Apple den bisherigen Spitzenreiter Hewlett- Packard überholt, berechnete das Marktforschungsunternehmen Gartner. Auf Apple entfallen demnach 5,7 Prozent der weltweiten Halbleiter- Verkäufe, Samsung und HP kommen auf 5,5 Prozent, wie Gartner am Dienstag berichtete.

In der Kategorie geht es unter anderem um Mikroprozessoren, Arbeitsspeicher- Bausteine sowie Flash- Speichermodule. Apple baut diese Speicherbausteine nicht nur in seine iPhones und iPads, sondern auch in die dünnen Notebooks seiner MacBook- Air- Reihe statt herkömmlichen Festplatten ein. Der Preisverfall im Speichermarkt begünstigt diese Entwicklung.

25.01.2012, 08:36
AG/red
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