Willkommen
|
Facebook Twitter Google Plus
07.12.2016 - 14:14
Foto: Intel

AMD soll Nutzungsrecht für Chiptechnik verlieren

17.03.2009, 10:15
Der weltgrößte Chiphersteller Intel setzt seinem angeschlagenen Rivalen AMD mit der Drohung eines Lizenzentzugs für die Chipproduktion zu. AMD verstoße durch den jüngsten Konzernumbau gegen das 2001 gemeinsam geschlossene Patentabkommen, teilte Intel in Santa Clara mit. Intel räumt dem Konkurrenten 60 Tage Zeit ein, um die strittigen Punkte aus dem Weg zu räumen, anderenfalls würden die Nutzungsrechte enden. Das könnte die Prozessorenfertigung von AMD erheblich beeinträchtigen. Bei den fraglichen Patenten geht es um die Herstellung sogenannter x86-Chips, die das Herz fast jeden PCs bilden.

Auslöser des Streits sind die Besitzverhältnisse bei der neuen AMD- Tochter Globalfoundries, in die der Konzern seine Produktion ausgelagert hat. Hauptanteilseigner ist mit knapp zwei Dritteln das Emirat Abu Dhabi, AMD hat sich allerdings 50 Prozent der Stimmrechte gesichert. Intel argumentiert nun, dass die Nutzungsrechte aus dem sogenannten Cross License Agreement, das die Kontrahenten 2001 geschlossen haben, nicht an Dritte übertragen werden dürften. Streitpunkt ist nun, ob die Globalfoundries von der Rechtslage her als Tochtergesellschaft von AMD interpretiert wird. Nur dann hätte AMD in den Augen von Intel das Recht die Lizenzen für die Produktion zu nutzen.

AMD könne nicht einfach ungefragt Intels Lizenzen an Dritte weitergeben, sagte Intel- Anwalt Bruce Sewell. Globalfoundries könne ja unabhängig von AMD ein eigenes Lizenzabkommen mit Intel schließen. Intel sei berechtigt, von der Nutzung durch die Produktionsfirma zu profitieren, da das geistige Eigentum des Unternehmens dazu benutzt wird, gegen Intel zu konkurrieren. "Das ist, was jedes Unternehmen in unserer Position tun würde."

AMD vermutet Ablenkungsversuch

AMD dagegen sieht in dem Vorwurf lediglich einen Ablenkungsversuch. "Das ist ein Versuch, von den Fragen nach möglichen Wettbewerbsverstößen abzulenken", sagte AMD- Anwalt Harry Wolin. AMD wirft dem großen Konkurrenten seit einigen Jahren unter anderem vor der EU- Kommission vor, etwa mit Exklusivabsprachen bei Kunden den freien Wettbewerb behindert zu haben.

Intel dürfte Druck weiter erhöhen

AMD täte gut daran, sich an den Verhandlungstisch zu setzen, schätzt Alex Gauna, Analyst bei JMP Securities in San Francisco. Intel werde den Druck in dieser Sache voraussichtlich auch weiter erhöhen. Bereits seit Oktober droht Intel mit der Auflösung des gegenseitigen Lizenzabkommens. Intel- Prozessoren stecken in vier Fünfteln aller Rechner weltweit, der restliche Teil entfällt größten Teils auf den chronisch defizitären AMD- Konzern.

Kommentare  
Kommentare sortieren nach:
km_num_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
Antworten sortieren nach:
km_antworten_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).
Werbung
Jetzt online spielen!
Werbung
Angaben gem ECG und MedienGesetz: Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber bzw. Diensteanbieter
Krone Multimedia GmbH & Co KG (FBN 189730s; HG Wien) Internetdienste; Muthgasse 2, 1190 Wien
Krone Multimedia © 2016 krone.at | Impressum