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07.12.2016 - 17:58
Foto: Acer, krone.at-Grafik

Acers eigentümliches Touch- Notebook R7 im Test

23.11.2013, 09:00
Es kommt nicht allzu häufig vor, dass ein Notebook deutlich von jenem Formfaktor abweicht, der die Geräteklasse seit Jahrzehnten prägt. Im Deckel der Bildschirm, in der Basis oben Tastatur und unten Touchpad – diese Formel scheint in Stein gemeißelt. Dass es aber auch anders geht, zeigt Acers Touch-Notebook Aspire R7, dessen Bildschirm sich im flexiblen Scharnier umklappen lässt und dessen Touchpad oberhalb der Tastatur sitzt. Ob dieses Experiment geglückt ist, klärt unser Test.

Acer hat seinem R7 erst kürzlich ein Prozessor- Update spendiert und liefert das Gerät nun auch mit Intels aktuellen "Haswell"- Prozessoren, die deutlich längere Akkulaufzeit ermöglichen sollen. In unserem Testgerät kam noch ein Core- i5- Chip der Vorgängergeneration zum Einsatz, der zwar nicht wirklich langsamer als die neuen Prozessoren ist, aber mehr Strom verbraucht. Sollten Sie in Erwägung ziehen, sich ein Acer R7 anzuschaffen, sollten Sie also unbedingt darauf achten, dass Sie bereits eines der neuen Geräte mit Core- i-Chip der vierten Generation kaufen.

Mobil- CPU mit Extraportion Grafikpower

Davon abgesehen hat sich gegenüber dem Vorgänger mit Core- i5- Chip der dritten Generation aber nichts Gravierendes geändert. Konkret verrichtete in unserem Testgerät ein 1,8 Gigahertz schneller Dual- Core- i5 seinen Dienst, dem acht Gigabyte Arbeitsspeicher zur Seite stehen. Bei der Grafikkarte setzt Acer im alten wie im neuen R7 auf eine Geforce GT 750M mit zwei Gigabyte separatem Videospeicher.

So konfiguriert erfreute das Gerät im Test mit generell hoher Performance, die dank der dezidierten Grafiklösung auch für gelegentliche Spiele ausreicht. Dabei sollte man sich allerdings nicht der Illusion hingeben, das R7 könnte es mit Desktop- PCs aufnehmen, bei denen sowohl CPU als auch Grafikkarte deutlich potenter sind als in Mobilgeräten wie dem R7. Aber für aktuelle Games mit leicht reduzierten Details ist Acers unkonventionelles Notebook durchaus zu gebrauchen.

Festplatte eher langsam, Display sehr gut

Schön wäre gewesen, wenn Acer seinem Touch- Notebook zusätzlich zur im Testgerät 750 Gigabyte großen Festplatte noch etwas SSD- Cachespeicher spendiert hätte. Das hätte das - durch die mit 5.400 Umdrehungen arbeitende Festplatte - etwas langsame Hochfahren und die Programmstarts deutlich beschleunigt. Das Arbeitstempo ist zwar auch so zufriedenstellend, im SSD- Zeitalter wäre aber mehr drin.

Einen sehr guten Eindruck hinterlässt das 15,6 Zoll große Touch- Display des Acer R7. Das gewährt dank IPS- Technologie auch bei seitlicher Betrachtung gute Einblicke, erwies sich im Test als angenehm hell und weiß mit einer guten Farbdarstellung zu gefallen. Dank Full- HD- Auflösung stellt es zudem den Bildschirminhalt angenehm scharf dar und bietet reichlich Platz zum Arbeiten. Weil es durch eine Glasplatte geschützt wird, spiegelt es im Freien bei Sonnenlicht aber stark.

Genug Anschlüsse, gute Verarbeitung

Bei den Anschlüssen bietet das R7 in der Testkonfiguration zwei USB- 3.0- und einen USB- 2.0- Port, hinzu kommt eine Thunderbolt- Schnittstelle und HDMI für den Anschluss externer Monitore. Ein Kartenleser ist ebenso an Bord wie eine 1,3- Megapixel- Webcam für Videotelefonie sowie einen Klinkenstecker für Headset und Mikro. Bei der Funkausstattung bietet das R7 aktuelles WLAN nach N- Standard und Bluetooth in Version 4.0.

Die Verarbeitungsqualität des aus einer Alu- Magnesiumlegierung gefertigten Gerätes ist gut, auch das Displayscharnier macht einen langlebigen Eindruck. Das Gehäuse gibt nicht nach und hat nirgends Spiel. Auch über die Lautstärke im Betrieb können wir nicht meckern: Weil Acer in dem Gerät einen Mobilprozessor verbaut hat, ist es im Normalbetrieb sehr leise, lediglich unter Last wird der Lüfter hörbar, aber nicht laut.

Nutzung als Notebook recht gewöhnungsbedürftig

Als gewöhnungsbedürftig erwies sich im Test die Bedienung des Acer R7 – kein Wunder, angesichts des ungewöhnlichen Formfaktors mit dem oberhalb der Tastatur angeordneten Touchpads. Dieses Layout hat den Nachteil, dass man beim Tippen keine Handballenauflage unterhalb der direkt vor dem Nutzer befindlichen Tastatur vorfindet, was wegen der geringen Bauhöhe des Geräts aber nur wenig stört. Probetippen sollte man vor dem Kauf eines R7 aber auf jeden Fall.

Als lästiger erwies sich die Touchpad- Nutzung, die wegen des Touchscreens zwar nicht immer, aber gerade bei präzisen Eingaben in Office- Programmen doch gelegentlich notwendig ist. Weil unterhalb des Touchpads gleich die Tastatur folgt, weiß man allerdings nicht so recht, wo man die Handballen hinlegen soll. Zudem erfordert das recht weit vom Nutzer entfernte Touchpad ungewohnt weit nach vorn gestreckte Arme, wenn die Touchpad- Eingabe genutzt wird.

Wohlgemerkt: Diese Erkenntnisse betreffen die Nutzung als Notebook, die durch die vergleichsweise schwache Akkulaufzeit des R7 aber ohnedies nur bedingt empfehlenswert ist. Im Test kamen wir mit unserem R7 auf nicht ganz vier Stunden Surfbetrieb, da bieten moderne Ultrabooks deutlich mehr Ausdauer. Die neueren R7- Varianten mit "Haswell"- Prozessor sollten diese Marke aber übertreffen.

R7 macht gute Figur als Desktop- Ersatz

Eine gute Figur macht das R7 weniger als Notebook, sondern eher als All- in- One- PC am Schreibtisch. Dann profitiert man nämlich tatsächlich von dem näher an den Nutzer heranrückbaren Display – und das dann verdeckte Touchpad lässt sich einfach durch eine Maus ersetzen. Klappt man das Display um und legt es plan über die Tastatur, ergibt sich zudem ein leicht zum Nutzer geneigtes Riesen- Tablet, auf dem es sich angenehm surft und das sich gut für kleinere Touch- Games eignet.

Wird der Bildschirm nach außen geklappt, kann man seinem Gegenüber schnell den Bildschirminhalt zeigen, ohne das ganze Gerät drehen zu müssen. Weil dieses Feature wohl vor allem bei der mobilen Nutzung interessant wäre, die wegen der suboptimalen Laufzeit und Bedienung aber nicht die Stärke des R7 ist, dürfte diese Funktion in der Praxis nur selten Anwendung finden.

So hat Acers Bedienkonzept für das R7 zwar Vorteile bei der Nutzung als Desktop- Ersatz. Als Notebook überzeugt es allerdings nur bedingt, was vor allem der eher kurzen Akkulaufzeit und dem Touchpad geschuldet ist. Käme man in der Praxis immer mit dem Touchscreen aus, wäre das Bedienkonzept durchaus interessant, letztlich will man auf einem Notebook dann aber doch mehr tun als bloß Touch- Apps zu nutzen. Und da braucht es einfach eine genauere Eingabemethode als den Touchscreen.

Fazit: Nicht Fisch, nicht Fleisch
Acers R7 ist ein äußerst interessanter Ansatz, wie ein Notebook heute aussehen kann. Im praktischen Einsatz stellt sich aber schnell die Frage, ob man es denn nun mit Fisch oder Fleisch zu tun hat. Als Desktop- Ersatz mit angeschlossener Maus weiß das Bedienkonzept mit dem Spezialscharnier und dem flexiblen Display durchaus zu gefallen, wenngleich ein echter Desktop- Ersatz für unseren Geschmack ruhig ein bisschen mehr Prozessorpower haben dürfte.

Und als Notebook hinterlässt das R7 durch die mittelprächtige Akkulaufzeit und die seltsame Touchpad- Tastatur- Anordnung einen schalen Beigeschmack. Dafür ist es sauber verarbeitet, leise und erfreut das Auge mit einem guten Display – was man bei einem Einstiegspreis von 1.100 Euro für die günstigere Core- i5- Version aber auch erwarten darf.

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