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09.12.2016 - 08:33
Foto: Dominik Erlinger

4K ist nicht genug: Jetzt kommen OLED und HDR- TV

06.09.2015, 09:00
4K-Fernsehen hat den Massenmarkt noch nicht erreicht, da liefern sich die TV-Hersteller auf der IFA schon einen Schlagabtausch mit neuen Superlativen. Nanokristalle, OLED-Panels und HDR sind der letzte Schrei auf der größten Elektronikmesse Europas. krone.at hat sich die neuen Sterne am Fernsehhimmel unter dem Funkturm angesehen und ihre Bildqualität genau unter die Lupe genommen.

Drei Jahre, nachdem sie erstmals Thema wurden, stehen 4K- Fernseher kurz vor ihrem Durchbruch bei den Normalverbrauchern. Kosteten sie anfangs so viel wie ein Kleinwagen, ist man – zumindest bei geringen Diagonalen – heute bereits im erschwinglichen Preisbereich angelangt. Für die Hersteller Grund genug, schon einmal die Werbetrommel für die nächsten TV- Technologien zu rühren. HDR soll für besseren Kontrast und ausgewogenere Farbverläufe sorgen, OLED- Fernseher sollen endlich den Sprung auf den Massenmarkt schaffen. Und statt immer mehr, sollen nun immer bessere Pixel für hohe Bildqualität sorgen.

HDR ist dabei bei allen großen TV- Herstellern mittlerweile ein wichtiges Thema. Die Technologie, bei der Bilder mit einem höheren Dynamikumfang, sprich: mehr Kontrast und Farbspektrum, auf den Schirm kommen, ist herstellerübergreifend Trend auf der Funkausstellung. LG, Panasonic, Samsung, Sony: Alle wollen den Kunden HDR schmackhaft machen – am besten in 4K- Auflösung.

HDR sieht toll aus – wenn man das Material hat

Auf der Messe haben wir uns die ersten 4K- HDR- Videos auf entsprechenden Geräten angesehen. Die Technologie wirkt in der Tat vielversprechend. Insbesondere, wenn ein Bild von einer Farbe dominiert wird, sorgt HDR für realistischere Verläufe und ein insgesamt schöneres und differenzierteres Bild. Streaming- Anbieter wie Netflix oder Amazon sind bereits an Bord und arbeiten daran, die neue Technologie in ihre Angebote zu implementieren.

Das war es dann aber auch schon mit Inhalten: Bis HDR im normalen TV Thema ist, dürften – angesichts der Tatsache, dass dort auch 4K noch in weiter Ferne ist – noch Jahre vergehen. Da mutete es fast paradox an, dass immer mehr Hersteller auf der IFA bereits 8K- Fernseher zeigen.

8K, made in China: Selbst hierzulande unbekannte Marken stellen mittlerweile 8K-Geräte zur Schau.
Foto: Dominik Erlinger

OLED- TVs sind die Stars der Messe

Spektakuläre Demonstrationen des technisch Machbaren lassen sich die Elektronikhersteller auf der IFA freilich trotzdem nicht nehmen. Besonders interessant sind dabei OLED- Fernseher mit 4K- Auflösung und HDR, wie sie etwa LG oder Panasonic auf ihren Messeständen zeigen.

Das satte Schwarz dieser Bildschirmtechnologie und die leuchtenden Farben sorgen in Kombination mit der hohen Auflösung und den feinen Farbverläufen und Kontrasten für eine Bildqualität, die sich wirklich sehen lassen kann. Schärfer, schöner und sauberer als mit diesen Geräten kann ein Bild oder Video derzeit nicht dargestellt werden. Das Problem: Die Fertigung großer OLED- Schirme ist nach wie vor eine Herausforderung, die Geräte sind entsprechend teuer und dürften preislich – je nach Diagonale – teils weit jenseits der 5.000 Euro zu liegen kommen.

OLED-Fernseher sind heuer der Star am Stand von LG Electronics.
Foto: Dominik Erlinger

Hohe OLED- Preise schützen LCD- TVs

Auf absehbare Zeit werden Flüssigkristall- Fernseher demnach trotzdem die alles beherrschende Displaytechnologie bleiben. Das sieht man schon allein am diesjährigen LG- Stand: OLED- TVs sind die Stars, die meisten ausgestellten Fernseher sind aber nach wie vor LCD- Geräte mit enorm hoher Auflösung.

Das muss nicht zwangsläufig schlecht sein, denn alle großen Hersteller arbeiten daran, der vorhandenen Bildschirmtechnologie mit Tricks wie Quantenpunkten, Nanokristallen und anderen Features bessere Bilder zu entlocken. Und das funktioniert auch: Schwarz war auf LCD- Geräten noch nie so satt wie heuer, Farben werden immer prächtiger. Und doch verblasst die Pracht, sobald man sie mit einem OLED- Gerät vergleicht.

Ein TV- Trend der letzten Jahre ist indes heuer zwar nicht in der Versenkung verschwunden, aber weit weniger präsent als 2014. Krumme Bildschirme, einst als Messias der TV- Industrie angepriesen, gibt es zwar immer noch, sie sind auf der Messe aber weit weniger dominant als früher. Es darf nach wie vor krumm sein, muss aber nicht unbedingt.

Darf's ein bisserl mehr sein? Medion hat einen 78-Zöller mit 4K-Display für 5.000 Euro angekündigt.
Foto: Dominik Erlinger

TV- Wettrüsten verunsichert die Kunden

Für die Kunden sorgt das vor allem für eines: Verwirrung. Bei LCD bleiben und auf 4K upgraden? Auf 4K verzichten und einen der wenigen bereits einigermaßen erschwinglichen OLED- TVs mit Full- HD erwählen? Oder noch ein paar Jahre warten und hoffen, dass 4K- OLED- TVs mit HDR einen ähnlich rasanten Preisverfall erleben wie derzeit die 4K- Geräte, bei denen vor allem chinesische Hersteller wie Changhong oder HiSense den Preiskampf beleben?

Die Möglichkeiten sind vielfältig, die Bedenkzeit ist angesichts des weitgehenden Fehlens von entsprechendem Videomaterial außerhalb der Streamingindustrie aber ohnedies noch lang.

06.09.2015, 09:00
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