Zu viele SMS im Kino: Texaner verklagt Verabredung

19.05.2017, 11:51
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Weil sie während der Vorführung von "Guardians of the Galaxy 2" im Kino partout nicht damit aufhören konnte, SMS in ihr Smartphone zu tippen, hat ein 37- jähriger Texaner kurzerhand seine Verabredung verklagt. Er fordert von ihr auf juristischem Wege den Preis des Kinotickets in Höhe von 17,31 US- Dollar zurück. Das hat sogar den Regisseur zu einer witzigen Reaktion inspiriert.

In US- Medien hat die Geschichte aus der Kleinstadt Round Rock schnell die Runde gemacht: Der Kommunikationsberater Brandon Vezmar (37) will einem Bericht der Zeitung "Statesman" zufolge den Preis des Kinotickets einklagen, weil ihm sein Date - er hatte die 35- Jährige im Internet kennengelernt - den gemeinsamen Abend versaut haben soll.

Vezmar resümiert: "Es war so eine Art erstes Date aus der Hölle." Er spricht von mindestens zehn bis 20 SMS in nur 15 Minuten. Seine Bitte, das Handy wegzulegen, habe die Frau ignoriert. Die Verabredung sieht das freilich anders, spricht von "nur zwei oder drei SMS an eine Freundin, die Streit mit ihrem Freund hatte." Die Klage über 17,31 US- Dollar bezeichnet die Frau als "verrückt".

Regisseur gießt auf Twitter Öl ins Feuer

Die Streiterei zwischen dem Kommunikationsberater und seiner Online- Bekanntschaft hat sich über Twitter rasant verbreitet. Sogar "Guardians of the Galaxy 2"- Regisseur James Gunn hat sich dazu zu Wort gemeldet. In einigen witzigen Tweets gießt er Öl ins Feuer, schlägt augenzwinkernd vor, es nicht beim Einklagen des Kinotickets zu belassen, sondern eine Haftstrafe zu verhängen.

Deeskalierend hat sich indes ein Kinobetreiber im nahen Alamo eingeschaltet. Er hat Vezmar einen Kino- Gutschein über 17,31 US- Dollar angeboten, um die Streiterei zwischen den einst Turtelnden zu schlichten. Ob Vezmar das Angebot angenommen hat, ist nicht bekannt.