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22.09.2017 - 09:30
Deserae Turner und ihre Eltern nach der Entlassung aus dem Krankenhaus im April
Foto: AP

Von Snapchats genervt: Mädchen in Kopf geschossen

13.05.2017, 06:00

Weil sie sich laut eigenen Angaben von ihren Snapchat- Nachrichten belästigt fühlten, haben zwei 16- jährige Teenager in den USA einem Mädchen in den Kopf geschossen. Die 14 Jahre alte Deserae Turner überlebte jedoch wie durch ein Wunder, wenn auch schwerverletzt. Die beiden Burschen müssen sich nur wegen versuchten Mordes vor Gericht verantworten. Ihnen drohen bis zu 15 Jahre Haft.

Offenbar angestachelt durch gewalttätige Videos und "verstörende Bilder", darunter Enthauptungsvideos der Terrormiliz Islamischer Staat, hatten Colter Danny Peterson und sein Freund Jazen Decker aus Smithfield im US- Staat Utah Deserae im vergangenen Februar zu einem Treffpunkt gelockt, um ihr - so der ursprüngliche Plan - die Kehle aufzuschlitzen. Letztlich entschlossen sich die Teenager aber, ihr von hinten in den Kopf zu schießen. Zur Begründung gab Peterson nach seiner Verhaftung an, dass er sich von den Nachrichten belästigt und genervt gefühlt habe, die ihm die 14- Jährige per Snapchat geschickte habe, wie der "Salt Lake Tribune" berichtet.

Deserae wird beim Gehen von ihrem Vater gestützt.
Foto: AP

Deserae überlebte wie durch ein Wunder, trug jedoch Verletzungen davon, von denen sie sich der zuständigen Richterin nach "wahrscheinlich niemals vollständig erholen wird" - darunter Lähmungen sowie eine partielle Blindheit. Sie sei "zäher als eine Kugel", hatte die 14- Jährige nach ihrer Entlassung aus dem Spital im vergangenen Monat gesagt. Doch aus ihren Plänen für den Sommer wird vermutlich nichts: Sie hätte "Pferde reiten und Karate üben" wollen, sagte ihre Mutter gegenüber der Zeitung "The Independent". Jetzt bestünden Desiraes Pläne nur darin, "ihre Finger zu bewegen".

Die beiden Burschen müssen sich nun wegen versuchten schweren Mordes vor Gericht verantworten. Da sie die Tat "geplant und ausgeführt" hätten, soll bei ihnen nicht das Jugend- , sondern das Erwachsenenstrafrecht zur Anwendung kommen. Im Falle einer Verurteilung drohen ihnen somit bis zu 15 Jahre Haft.

Redaktion
krone.at
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