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28.07.2017 - 06:21

Tauschbörsen nicht schuld an CD- Misere

08.04.2004, 12:54
Tauschbörsen sind nicht am Rückgang der CD-Verkäufe schuld. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der angesehenen Harvard Business School sowie der University of North Carolina-Chapel Hill. Vielmehr vertusche die Musikindustrie mit dem Argument ihre eigenen Versäumnisse.
Tauschbörsen sind bekanntlich an allem Schuld: Die Menschen gehen weniger ins Kino, weil sie lieber auf einem kleinen PC- Monitor mit einer Handycam im Kino mitgefilmte indonesische Filme sehen, als mit Dolby Sourround auf einer großen Leinwand im Lichtspieltheater. Und natürlich hätte sich der 13- jährige Schüler, der 5000 MP3s auf seiner Festplatte hat, alle Musikstücke als Original- CDs gekauft, hätte er sie nicht gratis herunter geladen. Das ist natürlich blanker Unsinn, denn die über Tauschbörsen gesaugte Songs und Filme lassen sich nicht in den Geldwert umrechnen, den sie auf legalem Weg umgesetzt hätten.
 
Dass der Absatz an CD in den letzen Jahren um über 10 Prozent zurückgegangen ist, ist nicht alleine den Tauschbörsen zuzuschreiben, resümiert auch die Studie der Harvard Business School. Schon in der Vergangenheit haben Umfragen gezeigt, dass Tauschbörsen- Benutzer sogar die besseren CD- Kunden sind (siehe Linkbox), da sie vor dem Kauf ihre Lieblingssongs in aller Ruhe Probe hören können.
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