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27.04.2017 - 07:41
Foto: thinkstockphotos.de

CIA- Enthüllungen versetzen Konzerne in Aufruhr

09.03.2017, 09:42

Die Wikileaks- Enthüllungen zu den Hackerangriffen der CIA auf Smartphones, Fernseher und andere Geräte haben für Unruhe in betroffenen Firmen gesorgt. Apple und Samsung erklärten, sie wollten rasch die Software ihrer Geräte auf eventuell bestehende Sicherheitslücken überprüfen. Google will viele der entdeckten Lücken bereits geschlossen haben. Die US- Regierung hielt sich unterdessen bedeckt und gab zunächst keine Einschätzung ab.

Die Enthüllungsplattform hatte am Dienstag 8761 Dokumente veröffentlicht , die aus dem CIA- Zentrum für Cyberaufklärung in Langley bei Washington stammen und über die Computer- und Internetspionage des US- Geheimdiensts Auskunft geben sollen.

Aus den Dokumenten geht demnach hervor, dass die US- Regierungshacker unter anderem iPhones von Apple, Android- Geräte von Google, Software von Microsoft und sogar Samsung- Fernseher angreifen, um Nutzer auszuspionieren.

Apple und Google wollen viele Lücken gestopft haben

Apple erklärte dazu, die ersten Analysen durch das Unternehmen deuteten darauf hin, dass viele der Sicherheitslücken, über die Wikileaks berichte, bereits in der jüngsten Version des Betriebssystems iOS behoben seien. "Wir werden weiter daran arbeiten, rasch jegliche identifizierte Schwachstelle anzugehen", versicherte der Konzern in einem schriftlichen Statement.

Von Google hört man Ähnliches: "Wir sind sicher, dass Sicherheits- Updates und Schutzmechanismen in Chrome und Android die Nutzer bereits vor den mutmaßlichen Schwachstellen schützen", erklärte der Internet- Konzern in der Nacht zum Donnerstag.

Foto: Samsung

Ähnlich äußerte sich Samsung. Das Unternehmen habe den Wikileaks- Bericht zur Kenntnis genommen und befasse sich "dringlich" mit der Angelegenheit, hieß es. Microsoft erklärte lediglich, das Unternehmen schaue sich die Wikileaks- Veröffentlichungen näher an.

"Zero Day"- Lücken gehortet

Die Dokumente zeigen der Website zufolge, dass die CIA etwa Schadsoftware wie Viren und Trojaner zur Cyberspionage einsetzt, überdies haben die Spione offenbar sogenannte "Zero Day"- Lücken gehortet. Das sind Sicherheitslücken, von denen der Hersteller einer Software selbst noch nicht weiß und die somit besonders gut für Attacken geeignet sind.

Der Geheimdienst sei sogar in der Lage, auf Smartphones die Verschlüsselungscodes populärer Kommunikations- Apps wie WhatsApp, Signal, Telegram oder Weibo zu umgehen.

Samsung- Fernseher simulieren Ausschalten

Die Attacke auf die Samsung- Fernseher mit Internet- Verbindung verläuft laut Wikileaks auf die Weise, dass das infizierte Gerät in einen vorgetäuschten "Aus- Zustand" versetzt wird. Der Nutzer glaube, der Fernseher sei abgestellt, tatsächlich laufe er aber weiter. In diesem Modus funktionierte das Gerät wie eine Wanze, zeichne Gespräche im Raum auf und sende die Aufzeichnungen über das Internet an einen CIA- Server.

Foto: AP

Enthüllung setzt Trump- Regierung unter Druck

Durch die Enthüllungen geriet die Regierung von US- Präsident Donald Trump unter Druck. Dessen Sprecher Sean Spicer sagte aber lediglich, der Fall sei noch "nicht vollständig bewertet". Auch CIA- Sprecher Jonathan Liu wollte weder bestätigen noch dementieren, dass die Dokumente echt sind. "Wir äußern uns nicht zur Echtheit und zum Inhalt von angeblichen Geheimdienstdokumenten", erklärte er.

Der Vorsitzende des Geheimdienstausschusses im US- Repräsentantenhaus, Devin Nunes, zeigte sich "sehr besorgt". Die Angelegenheit scheine "sehr, sehr ernst" zu sein. Der frühere US- Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden, der 2013 die massiven Spähprogramme des US- Geheimdienstes NSA enthüllt hatte, erklärte im Kurzbotschaftendienst Twitter, die veröffentlichten Dokumente wirkten "authentisch".

CIA- Spionagezentrale soll in Frankfurt sein

Aus den Dokumenten geht laut Wikileaks auch hervor, dass eine CIA- Hackertruppe vom US- Konsulat in Frankfurt am Main aus operiert. Das Konsulat diene als heimliche Basis der Hacker für Spähaktionen in Europa, dem Nahen Osten und Afrika.

Die Hacker sind demnach mit Diplomatenpässen ausgestattet, mit denen sie nach Deutschland einreisen. Für die Einreise bekommen sie demnach von der CIA die Anweisung, dass sie auf mögliche Fragen der deutschen Beamten nach dem Zweck ihrer Reise antworten sollten, sie unterstützten "technische Konsultationen im Konsulat".

Redaktion
krone.at
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