Zu laut! Anrainer will  Aus vom Bermudadreieck  (Bild: Hard Rock Cafe)

Zu laut! Anrainer will Aus vom Bermudadreieck

Brechen jetzt alle Dämme, wird die Innenstadt zum Museum? Nachdem ein Anrainer gerichtlich gegen die Bettelalm am Lugeck vorging und nicht rechtskräftig eine Sperrstunde um 24 Uhr erwirkte, will nun ein weiterer City- Bewohner gegen das Hard Rock Cafe und das Bermuda- Bräu ins Feld ziehen.

Ein Anrainer, selbst Mitglied im Wirtschaftsbund, zog vom 19. Bezirk in den ersten - doch dort ist es ihm jetzt zu laut: Er überlegt zivilrechtliche Klagen gegen das Bermuda- Bräu und das Hard Rock Cafe an der Rotenturmstraße. Seine Begründung: "Die Sperrstunde ist um 4 Uhr früh, bei offenen Lokaltüren wird die Musik bis in die Wohnungen übertragen, wir stehen senkrecht im Bett. So kann es nicht sein!" Was ihn noch stört: die Sonnenschirme vor den Lokalen. Sie seien fest im Boden verankert, im Brandfall könne die Feuerwehr nicht oder nur erschwert zufahren.

Christl Salchenegger, die Obfrau der IG Bermudadreieck gibt sich auf City4U- Anfrage kämpferisch: "Wenn das wirklich durchgeht, gibt es nur noch Lokale mit geschlossener Gesellschaft, das kann so nicht sein. Jetzt ist die Politik gefragt, denn wenn ab 2017 die Lokalgäste nur vor der Tür rauchen dürfen, werden sicher weitere Klagen folgen. Wir müssen jetzt einmal abwarten, wie das alles ausgeht."

Im Hard Rock Cafe ist man nicht erfreut, stellt aber klar: "Bei uns werden sämtliche Restriktionen hinsichtlich Lärmschutz vollständig eingehalten. Alle notwendigen gesetzlichen Lizenzen sind vorhanden, wir kooperieren eng mit der Stadt Wien und gehen tagtäglich respektvoll mit unseren Nachbarn sowie allen umliegenden Lokalitäten um." Jetzt kommt erstmal die EURO 2016, zu der man für die Gäste viele Specials anbietet.

Bermuda- Bräu- Pächter Kurt Salchenegger ist erschüttert: "Wien ist doch eine Weltstadt, traurig, dass einzelne Menschen so mächtig sein können. Wir haben Doppeltüren und machen ab 23 Uhr alle Fenster zu, mehr können wir nicht tun. Seit 1998 gibt es das Lokal, bisher hat sich noch nie jemand belästigt gefühlt."

5000 Unterschriften für Bettelalm

Auf der Facebook- Seite der Bettelalm am Lugeck - Chef Mario Obermaier war der Erste, der von einem Anrainer geklagt wurde - haben mittlerweile knapp 5000 Gäste die Petition gegen die Sperrstunde um 24 Uhr unterschrieben.  Nächste Woche bringen die NEOS, Team Stronach und die FPÖ einen neuen Antrag im Parlament ein.

Ob es hilft, ist aber fraglich. Klar ist jedenfalls: Haben die Klagen Erfolg, setzt in der City das große Lokalsterben ein. In aller Ruhe wird die Innenstadt zum stillen Museum werden...

Was meint ihr? Wird die City zum Museum? Sollen die Lokale und Clubs dort wirklich um Mitternacht zumachen? Postet uns eure Meinung in den Kommentaren oder schreibt uns mit Hashtag #City4U auf Facebook, Twitter oder Instagram!

zet

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