Was tun, wenn der Lichterketten-Terror nervt?  (Bild: Thinkstockphotos.de)

Was tun, wenn der Lichterketten- Terror nervt?

Alle Jahre wieder - kommt nicht nur das Christuskind, sondern auch der Stress mit den Lichterketten. Der eine freut sich über den elektrischen Weihnachtsmann am Balkon, der so schön in Rot und Violett blinkt, der Nachbar gegenüber hat schon Sodbrennen wegen der Lichtspiele in seinem Schlafzimmer. O du Fröhliche...

Pünktlich am 1. Dezember werden in vielen Bauten auf Balkonen oder in den Fenstern die Weihnachtslichter - günstig aus den Baumärkten erstanden - angeknipst, und erfreuen die  Besitzer des grellen Weihnachtsschmuck. Der Trend, der aus den USA kommt, wurde hierzulande von vielen übernommen und erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Da blinken fette Weihnachtsmänner mit roten Säufernasen in Rentierschlitten, flackert das "Merry Christmas" im Sekundentakt oder zeigt ein illuminierter Schneemann mit roter Mütze, dass das Fest der Stille bald kommt. Von Dunkelheit war nie die Rede.

Streitereien vorprogrammiert

Seitdem man aus Sicherheitsgründen davon abgekommen ist, eine flackernde Kerze auf das Fensterbrett zu stellen, legt man mit Elektro- Kram dafür umso stärker nach. Das stört einige, die es gewohnt sind, in der Nacht bei Dunkelheit zu schlafen - und nicht schlaflos auf blinkende Christbäume aus Lichterketten starren  zu müssen. Zahlreiche Nachbarschaftsstreitereien sind da jedes Jahr programmiert.

"Freie Hand  bei der Gestaltung!"

Allerdings gilt: "Sofern der Schmuck und die Beleuchtung im Inneren der Mietwohnung verbleiben, hat der Mieter grundsätzlich freie Hand in der Gestaltung", erklärt Christian Lechner von der Mietervereinigung. Werden jedoch die Außenteile, die Fassade oder das Dach des Wohnhauses behängt, müsse dem Vermieter diese Installationen vorab gemeldet werden und er muss diesen auch zustimmen. "Ohne Einverständnis des Vermieters ist vor solchen wesentlichen Veränderungen der Fassade abzuraten."


Klagen auf Unterlassung

Fühlt man sich durch solcherart Installationen belästigt kann man beim Bezirksgericht auf Unterlassung klagen", so Lechner weiter. Empfehlenswert wäre es jedoch immer bereits vorab mit dem Vermieter und den Nachbarn abzuklären, welche Beleuchtung angebracht wird und dass keine grellen und aufdringlichen Leuchtobjekte verwendet werden. Lechner: "Im Hinterkopf sollte man auch immer die in die Höhe schnellende Stromrechnung haben, die zusätzliche Dauerbeleuchtungen verursachen können."

Das bestätigt auch Renate Billeth, die Pressesprecherin von Wiener Wohnen: "Natürlich gibt es für das Anbringen von Weihnachtsbeleuchtung im Gemeindebau feste Regeln. Es darf dadurch keien Gefährdung entstehen, das Haus darf nicht beschädigt oder der Nachbar gestört werden." Offenbar halten sich alle daran - es gab zuletzt nur eine Beschwerde: Ein Mieter beklagte sich jüngst, weil der Nachbar gegenüber statt Lichterketten nur einen alten Teppich über das Balkongeländer gehängt hatte...


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zet

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