"Wollen keine Vergnügungssteuer zahlen!"  (Bild: Thinkstockphotos.de)

"Wollen keine Vergnügungssteuer zahlen!"

Wer kennt das nicht: Man steht auf der Gästeliste, sollte gratis in den Club kommen, und dennoch wird man beim Eintritt zur Kassa gebeten. Rund zwei Euro macht zumeist der eingehobene Betrag ein. Nicht weil die Clubbetreiber das so wollen, sondern weil sie es müssen. Gezwungen vom Magistrat. Das ganze nennt sich Vergnügungssteuer,  ist ein Unikum der Wiener Steuerkultur, das es sonst in dieser Form nirgendwo gibt. Und jetzt soll es fallen - ein heißer City- Polit- Sommer steht bevor....

"Ab einer Breite des Bildschirms von 5 Metern wird der Veranstalter vergnügungssteuerpflichtig!", so Lukas Lechner vom Wirtschaftsbund Wien. Was klingt, wie ein Auszug des Satire- Internetportales Die Tagespresse, ist Gesetz. Public Viewings, wie jetzt zahlreich aufgrund der EURO 2016 stattfinden, sind unter diesen Voraussetzungen  vergnügungssteuerpflichtig.


Auf Kosten der Clubbetreiber

Die Kassa klingelt. Das Magistrat freut sich jährlich über rund 5 Mio. Euro, die so eingenommen werden. Wohlgemerkt auf Kosten derer, die Spaß haben wollen. Also all jener, die in Clubs, Discos, bei Public Viewings oder Festivals gemeinsam feiern. Und jener, die dies Veranstalten. Denn die müssen selbst bei Verlusten Vergnügungssteuer abführen. Was zählt, ist der Umsatz. Nicht der Gewinn.


Nein zur Vergnügungssteuer

Dass dieses Unikum, das es in dieser Form nur in Wien gibt, den Clubbetreibern und Partymachern schon längst  stinkt, hat nun auch die Gremien der Partei- und Politgremien erreicht.  Der Wirtschaftsbund und die Junge ÖVP  starten  diesen Sommer eine umfangreiche Kampagne zur Abschaffung der Vergnügungssteuer.

"Bagatellsteuern wie die Vergnügungssteuer sind schon längst nicht mehr zeitgemäß und bewegen unsere Gesellschaft in eine völlig falsche, spassbefreite Richtung", sagt Markus Grießler, Tourismus- Obmann im Wiener Wirtschaftsbund, über die Hintergründe der gemeinsamen Kampagne von Jugend- und Wirtschaftsvertretern. "Das kann und darf so nicht weitergehen", schließt der Spartenobmann der Tourismus- und Freizeitbetriebe in der Wiener Wirtschaftskammer mit einem Verweis auf die täglichen Probleme der heimischen Clubs, Ballveranstalter, Messen und vieler anderer Unternehmerinnen und Unternehmer mit der Vergnügungssteuer.

Für die Jungen. Für die Selbstständigen. Für die Weltstadt!

Die Junge ÖVP und der Wirtschaftsbund Wien nehmen sich nun diesem Thema gemeinsam an und werden den gesamten Sommer über "dorthin gehen, wo die Vergnügungssteuer den Spass ausbremst", sagt Nico Marchetti, Landesobmann der Jungen ÖVP Wien anlässlich der gemeinsamen Kampagnenpräsentation. "Wir werden online und offline Vollgas geben und gemeinsam aufzeigen, dass wir die Nase voll haben von diesen absurden Abgaben in dieser Stadt", zeigt er sich selbstbewusst.

Spass muss frei sein

Gemeinsames Ziel von Junger ÖVP und Wirtschaftsbund Wien ist es, Unterschriften über die eigens eingerichtete Kampagnen- Website unter www.spassbefreien.at zu sammeln. Damit soll der Druck auf die Wiener Stadtregierung erhöht werden und die Vergnügungssteuer in einer der ersten Gemeinderatssitzungen nach dem Sommer endgültig abgeschafft werden. Eine eigene Tour durch die Wiener Clubs ist ebenso geplant wie der Besuch der großen Public Viewings zur Fußballeuropameisterschaft, schließlich wird auch dort unter bestimmten Voraussetzungen Vergnügungssteuer fällig.

Was ist eure Meinung dazu?  Postet uns in den Kommentaren oder schreibt uns mit Hashtag #City4U auf Facebook, Twitter oder Instagram!

art

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