Was machen die neuen Bäder-Aufpasser?  (Bild: APA/HERBERT NEUBAUER)

Was machen die neuen Bäder- Aufpasser?

Grapscher, Antatscher, Stänkerer - in Wiens Bädern ist man gegen sie gerüstet. 40 "First Responder"- Bademeister machen dort täglich Dienst und sollen dafür sorgen, dass Mädchen und Frauen nicht belästigt werden. Die Bäder- Aufpasser sind geschult in Deeskalation, können im Notfall aber auch robuster eingreifen - dank absolvierter Selbstverteidigungskurse.

Vergewaltigung im Theresienbad

Nachdem im Theresienbad ein Asylwerber einen Buben vergewaltigte, war in der MA 44, zuständig für die Schwimmbäder, Feuer am Dach - und sofort wurde gehandelt. Mittlerweile patrouillieren 40 First Responder über die Liegewiesen, klar erkenntlich durch ein eingesticktes "Sicherheit" am weißen T- Shirt der Dienstbekleidung. Ihre Aufgabe: Mädchen zu schützen und mit den teils aggressiven jungen Burschen fertig zu werden. Hauptsächlich durch Überzeugungsarbeit. Dafür brauchen die 40 Männer, einige von ihnen mit Migrationshintergrund und daher sprachkundig bei manchen "Kunden", gute Nerven. Dank einer Schulung behalten sie diese, dank eines eigens absolvierten Selbstverteidigungskurses wissen sie sich aber auch zu wehren, sollten die Grapscher auszucken.

Entlegene Gebüsche, uneinsichtige Ecken

"Falls unsere Gäste etwas ungewöhnliches bemerken, sollen sie sofort Alarm schlagen"! rät Ing. Johannes Gumbinger, Dienstleiter- Stellvertreter in der MA 44, "unsere Leute sind dann sofort vor Ort." Besonders kontrolliert werden entlegene Gebüsche, uneinsichtige Ecken, Kabinen und Toiletten- Anlagen.


"Mehrere Übergriffe schon verhindert"

Die Security alarmiert bei Bedarf auch die Polizei, für Unbelehrbare gibt es dann Badeverbot, für ganz Renitente gerne auch für ein ganzes Jahr. Im Laaerbergbad, einem der städtischen Hot- Spots, fand Gumbinger übrigens eine coole Lösung, wie er die Hitzköpfe mit dem aufbrausenden Temperament bändigen kann: "Wir haben einfach den Sprungturm dauernd aufgesperrt, da können sie sich produzieren und geben dafür auf den Liegewiesen Ruhe". Bis jetzt war das Rezept erfolgreich... Bäder- Chef Hubert Teubenbacher: "Wir konnten bereits mehrere kleinere Übergriffe verhindern.  Das Feedback der Badegäste ist sehr positiv!"

Fühlt ihr euch jetzt sicherer in Wiens Freibädern? Habt  ihr schon Erlebnisse gehabt, wo euch der neue Bäder- Aufpasser  geholfen hat? Postet uns eure Meinung in den Kommentaren oder schreibt uns mit Hashtag #City4U auf Facebook, Twitter oder Instagram!

zet

Kommentare