Von der Party ins Spital: Ist Feiern noch sicher?  (Bild: thinkstockphotos.de)

Von der Party ins Spital: Ist Feiern noch sicher?

Anlässlich des jüngsten Ereignisses in den Stadtbahnbögen, wo es in der Nacht auf Freitag im Club Escalera zu einem Streit zwischen zwei Gästen gekommen war und einer der beiden den anderen mit seinem Klappmesser verwundete, sprach City4U mit Clubbetreibern über die Sicherheit im Nachtleben:

"Leider kein Einzelfall!", so ein Polizeisprecher, "Das kommt immer wieder vor!".

Für die Wiener Polizei sind Vorfälle wie diese leider keine Seltenheit. Die Fälle, bei denen über Gewalt in Clubs berichtet wird, häufen sich und das macht sich immer wieder bemerkbar. Immer mehr Partytiger meiden die Lokale am und um den Gürtel - die Vorfälle wirken sich auf die Besucherzahlen aus. Ist die Angst der Gäste grundlos? City4U befragte die Clubbetreiber:


# Elvir NOX: "Die Party rockt bei uns trotzdem und die Angst bleibt draußen!"

Im Nox Club fürchtet man keinen Rückgang der Besucherzahlen - Betreiber Elvir versichert, dass die Situation bei ihnen stets unter Kontrolle sei. " Ich weiß nicht, wie es bei anderen Lokalitäten ist, aber wir im Nox haben dies Gott sei Dank unter Kontrolle. Die Leute sollen bei uns ihren Spaß haben und Party machen - für Aggressionen haben wir keinen Platz!" Auf die Frage nach Präventivmaßnahmen setzt der Nox Club auf geschultes Türersonal, das "deeskalierend" auf die Gäste wirkt! Von Einbußen merkt man hier bis dato nichts. "Viele Gäste schätzen an uns, dass es weder vor noch in unserm Club zu Gewaltexzessen kommt. Der Gürtel ist lang und groß. Wir befinden uns an einer relativ ruhigen Ecke."



# Amra Kju: "Man spürt definitiv einen Rückgang der Besucherzahlen!"

Anders als im NOX Club reagiert man im Kju. Amra, Büroangestellte im Kju, spricht von eindeutigen Auswirkungen: "Es ist natürlich so, dass die Gäste weniger werden. Da auch der Ruf des Gürtels leider kein guter mehr ist!" Bei der Sicherheit der Gäste wird im Kju zwar nicht gespart und die Securities achten auf alles, aber Vorfälle wie diese kann man nicht voraussagen - abhängig vom Standort ist dies nicht zwangsläufig. "Wir selektieren sehr wohl an der Türe, um den Schutz unserer Gäste bestmöglichst garantieren zu können.. Gott sei Dank hatten wir solche Vorfälle noch nie", so Amra.

# Michael Escalera: "Gewalt kann leider überall passieren - der negative Push geschieht durch die Medien!"

Im Escalera äußert man sich zu dem Vorfall betroffen, denn der mediale Shit- Storm "bewegt das Ganze in eine falsche Richtung", so Betreiber Michael. "Seit vier Jahren ist es das erste Mal, dass etwas Gröberes passiert - sicher ist es nicht zu entschuldigen, doch die Gewalt kann überall passieren und nicht nur in den Stadtbahnbögen!". Auch eine Steigerung der Sicherheit gab es in den letzten Jahren am Gürtel, da viel weniger Bewegung als früher stattfindet, was leider nie erwähnt wird. Laut Stellungnahme gab es in der Nacht auf Freitag weder Panik noch weitere Ausfälle vor Ort und Polizei sowie Securities hatten die Lage sofort im Griff. Um solchen Dingen vorzubeugen, werden im Club Escalera ab sofort jedoch noch mehr Taschenkontrollen durchgeführt und die ohnehin strenge Türpolitik verstärkt - den Gästen zuliebe! Der Club selbst zählt auf die Stammgäste und die Jugendlichen, die sich nicht durch negative Berichterstattung vom Feiern abhalten lassen!

val

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