Registrierkassa: Wiener Whisky-Messe abgesagt  (Bild: thinkstockphotos.de)

Registrierkassa: Wiener Whisky- Messe abgesagt

Ausgetrunken! Nach 14 mehr oder weniger erfolgreichen Jahren ist die Wiener Whisky- Messe Geschichte. "Ein Verlust für die österreichische Szene", findet naturgemäß der bisherige Veranstalter Mario Prinz - und zieht in einem seitenlangen Schreiben gegen die ausufernde Bürokratie hierzulande zu Felde.

Zwar ist Wiener Whisky- Messe (25. und 26. März 2017) freilich ein Nischenprogramm im Veranstaltungskalender, "die Absage ist aber symptomatisch für die ausufernden Bestimmungen und rechtlichen Vorgaben, denen sich die Branche beugen muss", ärgert sich Kommerzialrat Mario Prinz. Seit 2002 findet die Messe  im 2- Jahres- Rhythmus statt, zur achten Auflage wird es nicht mehr kommen.

"Würden acht Registrierkassen benötigen"

"Nach finaler Kalkulation und detaillierter Bestandaufnahme der rechtlichen Vorgaben sind wir zu der Entscheidung gelangt, dass wir, angesichts der ausufernden Bestimmungen und des damit verbundenen bürokratischen bzw. verwaltungstechnischen Aufwandes, die zukünftigen großen Verkostungen sowie die Whiskymesse 2017 im Arcotel Wimberger nicht mehr auszurichten werden", liest man auf der Homepage. Und: Unsere Kalkulation und Analysen haben ergeben, dass Aufwand und Kosten für die Administration und steuertechnische Abwicklung (Einrichtung und laufende Betreuung der website um den Finanzvorschriften zu entsprechen, buchhalterischer Mehraufwand, personeller Zusatzaufwand und verbundene Anmelde- und Sozialversicherungskosten, Kosten für mindestens 8 zusätzlicher Registrierkassen und damit verbundenen Einschulungen, hohe Kosten für das umständliche Bon/Dram- System bei den Kostproben, vermehrter Materialaufwand) in keiner vernünftigen Relation zu den Einnahmen stehen."

5000 Blatt Papier

Prinz: "Wir würden für die beiden Veranstaltungstage acht Registrierkassen benötigen und dafür Personal, das damit umzugehen weiß. Und drei Gewerbescheine - das zahlt sich nicht mehr aus." Allein für die zusätzliche Buchhaltung wären 5000 Blatt Papier und unzählige Schlagen an Kassenbelegen angefallen, rechnet der Gastronom vor. Die damit verbundenen höheren Kosten hätten den Ausstellern und Besuchern umgewälzt werden müssen, was die Veranstalter allerdings ablehnten.

Ironie am Rande

"Das Ende der seit 2002 erfolgreichen Wiener Whiskymesse mit 3.000 Besuchern und der großen Verkostungen im Arcotel Wimberg mit ca. 350 Teilnehmern stellt sicherlich einen Verlust für die österreichische Whiskyszene dar", so Prinz: "Umso ironischer ist die Tatsache, dass das eigentliche Steueraufkommen im Rahmen der Whiskymesse durch die hohen Kosten für Administration weit unter dem der Vorjahre liegen würde."

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opa/red

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