Hotspot Brunnenmarkt: "Die Drogen müssen weg!"  (Bild: Wikimedia/Gugerell)

Hotspot Brunnenmarkt: "Die Drogen müssen weg!"

Hot Spot Brunnenmarkt: Nach dem Mord an einer Wienerin (54) - der mutmaßliche Täter, ein amtsbekannter Kenianer (21), der illegal dort auf der Straße lebte, ist in Haft - reicht es den Bewohnerinnen des Grätzels jetzt. In einem offenen Brief der "Fraueninitiative Brunnenmarkt" fordern sie: "Die Drogen müssen weg".

"Offener Brief der Fraueninitiative Brunnenmarkt":

Belästigung der Frauen und Kinder

Die Ermordung der 54jährigen Maria E. am Brunnenmarkt auf ihrem Arbeitsweg durch einen illegal in Österreich lebenden, obdachlosen Kenianer hat uns aufgerüttelt.
Die Belästigungen von Frauen und Schulkindern zwischen Brunnenmarkt und Josefstädterstraße, aber auch entlang der U6 durch herumlungernde Dealer und ihre Kunden wollen wir nicht hinnehmen.

Spielplatz als Aufenthaltsort für Corner Boys

Es empört uns, dass der Spielplatz am Yppenplatz und der Platz vor dem Yppenheim zu Aufenthaltsorten für Corner Boys und Obdachlose verkommen, die diese teuer sanierten Plätze, die als Freiräume für Familien und Kinder dienen sollen, zumüllen.

Gehsteige verkommen zu Latrinen

Die Gehsteige am Gürtel, sowie zwischen Gürtel und Brunnenmarkt verkommen zu öffentlichen Latrinen und werden unbegehbar. Auch wenn uns statistisch keine Bezirksauswertung von Übergriffen vorliegt, ist unser Lebensgefühl zunehmend beeinträchtigt. Die Vergewaltigung einer jungen Türkin durch junge Afghanen in einer Damentoilette am Praterstern zeigt uns, dass nicht nur unser Bezirk betroffen ist. Wir verwehren uns gegen diesen Missbrauch des öffentlichen Raums. Wien gilt als eine Stadt mit hoher Lebensqualität. Teil dieser Qualität ist, dass Frauen, Mädchen, Kinder sich sicher fühlen können und ihre Bewegungsfreiheit nicht eingeschränkt wird. (Im Bild Kerzen am Tatort).

Frauen dieser Stadt: Stehen wir zusammen

Wir fordern Behörden, Politik und soziale Einrichtungen zu einer besseren übergreifenden Zusammenarbeit auf, damit sich Frauen und Kinder, Wienerinnen und Wiener, Besucher und Touristinnen auch weiterhin mit einem guten Gefühl, untertags, abends und auch in der Nacht frei in dieser Stadt bewegen können. Kreative Lösungen sind gefragt!
Wir bekennen uns zum gedeihlichen Zusammenleben von Menschen verschiedenster Herkunft in unserem lebensfrohen Viertel, das als Erfolgsprojekt gilt in dieser Stadt.
Doch zu Migration und Willkommenskultur gehören begleitende Maßnahmen, besonders auch für jene, die die Regeln in unserer Gesellschaft weder verstehen noch respektieren wollen.
Frauen mit Minirock, Frauen mit Kopftuch. Frauen dieser Stadt: Stehen wir zusammen. Treten wir auf gegen Vandalismus und Gewalt. Schauen wir genau hin und nicht weg.
Sagen wir es laut, besonders jenen, die sich die Freiräume unserer Stadt mit Ignoranz und Respektlosigkeit aneignen: Wien gehört uns allen!"

Video: krone.tv

Auf Facebook wurde dieser Brief bereits dutzendfach geteilt. Und vor allem Frauen posteten ihre Meinung.

Elisabeth M.: "Es muss fast immer eskalieren bevor etwas getan wird..."

Heidi B.:  "Beim Brunnenmarkt geht's ja mal nicht um die Testosteronbomben, sondern ums allgemeine Sicherheitsempfinden, das bestimmt leidet unter der Mischung an Sandlern und Dealern, die von der U6 raufkommen."

Bea F.: "Ich finde, das sollte sich zu einer Wiener Liste ausweiten, in der sich alle eintragen dürfen, die dieses wichtige Anliegen unterstützen wollen!"

Sanierung kostete 40 Millionen  Euro

Der Brunnenmarkt wurde von 2006 bis 2010 von der Stadt aufwändig saniert, insgesamt flossen 40 Millionen Euro - der Gegenwert von 2700 VW Golf - in die Neugestaltung des Yppenplatzes und der angrenzenden Häuser.

Was ist eure Meinung dazu? Postet sie uns in den Kommentaren oder schreibt uns mit Hashtag #City4U auf Facebook, Twitter oder Instagram!

zet

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