City4U sucht euch als Rennfahrer!  (Bild: KRONEN ZEITUNG/ Tomschi)

City4U sucht euch als Rennfahrer!

Bayer (28), sportlich, temperamentvoll, solide sucht männlich/weiblich zwischen 17 und 24 für eine fixe Beziehung mindestens für ein Jahr. Die unmoralische Kontaktanzeige stammt von dem schnittigen Typ auf vier Rädern. Der braucht nämlich einen Partner oder eine Partnerin für die Rennsaison 2016. Euch!
Video: Oliver Papaceck

Wer sein Herz erobert, dreht nämlich im kommenden Jahr seine Runden unter anderem auf dem Red Bull Ring, auf der F1- Strecke in Hockenheim (Deutschland) und anderen Top- Adressen des europäischen Motorsports. Kein Witz! Wenn du also ein paar Tropfen Benzin im Blut hast, kannst du dich bis Ende August bei dem Junggesellen vorstellen, Vorkenntnisse sind an sich nicht nötig...

Motorsport ist ja bekanntlich ein ziemlich teures Unterfangen, viele Talente bleiben daher unentdeckt. Das will Michael Steffny (Bild unten), Gründer der Rennserie „Histo- Cup“ und Rennstall- Besitzer, mit dieser für Österreich einzigartigen Aktion ändern: „Viele junge Menschen begeistern sich für diesen Sport, aber nur die allerwenigsten können ihn sich leisten. Wir bieten einem Fahrer oder einer Fahrerin jetzt diese Chance.“ Immerhin ist das Paket (acht Rennen samt mehrerer Trainingstage) rund 50.000 Euro wert. Die acht aussichtsreichsten Kandidaten müssen sich am 17. Oktober im BMW- Fahrtechnikzentrum bei München eines Casting unterziehen - die letzte Hürde, um für ein Jahr in das Renn- Cockpit steigen zu dürfen. City4U testete den BMW 325 einmal für euch.

Ein Rennwagen ist kein Spielzeug

„Es gibt nichts Geileres, das man angezogen tun könnte“, schreit ein arrivierter Motorsportler quer durch die Box und spricht unserem Testpiloten - ein absoluter Neuling im Geschäft - nur bedingt Mut zu. Denn wer sich zum ersten Mal einen engen Overall überstreift und sich hinter das Steuer eines echten Rennwagens zwängt, dem geht der Arsch unweigerlich einmal auf Grundeis. Nur die Außenhülle und Teile des Armaturenbretts erinnern noch an den BMW Baujahr 1987 – sonst nichts mehr. Spätestens beim Starten des Motors wird klar: Ein Rennwagen ist kein Spielzeug. Und eine Rennstrecke kein Ponyhof. Schon gar nicht der Slovakia Ring, gut eineinhalb Autostunden von Wien entfernt.

Hier fahren echte (auch weibliche) Kerle, mit echten Boliden um echte Rundenzeiten. Nur der Neuling quält sich im freien Training über den glühend heißen Asphalt, hält die ganze Partie auf und bewegt sich so weit abseits der Ideallinie, dass sogar die Streckenposten in Deckung gehen. Erste Runde, erster Dreher, Gelbe Flagge. Und das, obwohl uns mit Lukas Rettenbacher (20), eines der größten Nachwuchstalente des heimischen Motorsports, ein echter Profi als Fahrlehrer zur Seite gestellt wurde: „Bremsen, zurückschalten, fertig sein und dann erst in die Kurve einlenken. So muss du es machen – nicht so!“ Danke, muss einem ja erst einmal gesagt werden. Wir bauen trotzdem eine schlechte Rundenzeit nach der anderen. Links überholt ein Ferrari, rechts ein Porsche. Und gleich danach ein Mini. Das war zu viel, das Ego ist zerstört. Also zurück an die Box, aussteigen und ab ins Fahrerlager (übrigens eine Ansammlung passionierter und herzensguter Menschen). Hat unfassbaren Spaß gemacht, will gleich nochmal. Trotzdem: In diesem Auto sollte lieber ein echtes Talent Platz nehmen. Vielleicht bist es ja du?

Und so kommst du ins Cockpit: Schicke deine Anmeldung samt Motivationsschreiben und Bewerbungsvideo auf http://www.wm- pool.com/bmw- 325- challenge.html


opa

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