5 Gründe, die uns in Wiens Clubszene echt stinken  (Bild: thinkstockphotos.de)

5 Gründe, die uns in Wiens Clubszene echt stinken

Fast jeder bezeichnet sich in Wien bereits als Veranstalter und jeder noch so kleine Raum mit Jukebox bekommt den Namen "Club". Das stetig wachsende Angebot führt zu einem Überfluss an Möglichkeiten, steigender Konkurrenz, Feilschen am Markt, Wettbieten um die besten Acts und dementsprechend zu einer geringeren Gewinn-Spanne und damit verbunden weniger Geld. Diskotheken-Betreiber in Wien haben es verdammt schwer. Hier 5 Gründe, keinen Club in Wien zu eröffnen...

#1. Vergnügungssteuer:

Sicherlich kein Vergnügen: Für den kassierten Eintritt müssen Veranstalter zahlen. Die Vergnügungssteuer wird, je nach Art der Veranstaltung, prozentuell vom Eintrittspreis berechnet oder pauschaliert. Zusätzlich zu all den anderen Belastungen bleibt den Veranstaltern und Clubbetreibern danach fast nichts mehr übrig.

#2. Sperrstunde:

Kein Club in Wien kann rund um die Uhr geöffnet haben, spätestens um 6 Uhr ist Schluss, für Outdoor- Events sogar schon um 22 Uhr! Vereinzelt kann um eine Sperrstundenverlängerung angesucht werden, pauschal gibt es eine solche jedoch nicht. Wer sich also immer schon gewundert hat, wieso es beispielsweise beim Donauinselfest jährlich um Mitternacht heißt: "Musik aus!" - das ist die Antwort!

#3. Abzugssteuer:

Kein Wien- spezifisches Problem, sondern österreichweiter Wahnsinn: Nach Paragraph 99 EStG müssten österreichische Club- Betreiber bei international auftretenden Künstlern 20- 35 Prozent der DJ- Gage (je nach Herkunftsland und Art der Verrechnung) einbehalten und an das Finanzamt überweisen. In der Realität verzichtet jedoch kein großer Act auf diesen hohen Einkommensanteil, weswegen die Club- Betreiber zusätzlichen zu den zahlreichen anderen Steuern auch diese tragen müssen. Die dementsprechend höheren Ausgaben für die Gage, haben entsprechend höhere Eintrittspreise zur Konsequenz. Schön, wenn Veranstalter dann trotzdem immer wieder zu hören bekommen: "Was is denn das für ein Scheiss? Bucht doch mal Star- DJ Steve Angello!"

#4. AKM:

Egal ob man Eintritt für eine Veranstaltung verlangt oder diese frei zugänglich ist: Die AKM muss immer bezahlt werden. Spielt man nicht via CD, sondern nutzen die DJs mp3s, wie es die meisten machen, kommen zu dem Grundbeitrag noch zusätzliche 31% an Abgaben dazu. Ein Teufelskreis: Veranstalter buchen international bekannte Acts für viel Geld um Leute zu gewinnen, müssen um, diese finanzieren zu können, jedoch den Eintrittspreis anheben. Und: Egal ob man Gewinn macht oder nicht - ab dem Zeitpunkt wo der USB- Stick gezückt wird, wird einmal mehr zur Kassa gebeten.

#5. Registrierkassenpflicht:

In Clubs eher weniger das Problem, bereitet die anstehende Registrierkassenpflicht vor allem Großveranstaltern garantiert Kopfzerbrechen. Ganz zu schweigen von der sicherlich schwierigen Umsetzung, sind alleine die Investitionen für solche Kassen enorm aufwändig. Ein eventueller Lichtblick wurde erst kürzlich vom ORF angekündigt: Zwei Oberösterreicher arbeiten an einer gratis Online- Registrierkasse für das kommende Jahr.


Was meint ihr dazu? Postet uns eure Meinung in den Kommentaren oder schreibt uns mit Hashtag #City4U auf Facebook, Twitter oder Instagram!

jus

Das könnte euch auch interessieren:
Die 8 dümmsten Tattoos, die ihr je gesehen habt
Verrückter Viral- Trend erobert das Internet

Kommentare