Puber: Sprayer feiert Comeback in Wien  (Bild: YouTube.com)

Puber: Sprayer feiert Comeback in Wien

Sein Schriftzug "Puber" ziert hunderte Hausmauern in Wien, er richtete mit seinem gesprayten Namenszug mehrere zehntausend Euro Schaden an  - jetzt inszeniert sich der Schweizer mit brasilianischen Wurzeln als ernsthafter Künstler: In der Wiener Ho Galerie präsentiert er seinen Kurzfilm "Mein Kampf Vol. 1". Dass sein "Werk" von einem Gericht mit zehn Monaten bedingter Haft gewürdigt wurde, scheint vergessen. Bleibt die Frage: Ist das Kunst, oder kann das weg?

"Pubers Schaffen ist einzigartig für Österreich. Was in New York gang und gäbe ist, wirbelt hierzulande die Gesellschaft auf und spaltet selbst die Graffiti- Szene. In der ganzen Stadt taggt Puber seinen Namen, ohne Angst ein Risiko einzugehen. Das traut sich heute kaum ein Graffiti- Writer in Wien: Alles eingeschlafen", kommentiert Martin Ho die Wahl, Puber in seiner Galerie an der Wollzeile 17 in der City zu zeigen. Man könnte es aber auch anders sehen: einfach seinen "Künstlernamen" im Schutze der Nacht auf fremde Mauern zu sprayen, ist nicht mehr als Sachbeschädigung.

Die Rechnung erhielt der umstrittene Graffiti- Writer, der von manchen Medien bereits als "Staatsfeind Nr. 1" bezeichnet wurde, im März 2014, als er verhaftet wurde. Kurz darauf musste sich der Sprayer in 232 Fällen wegen Sachbeschädigung vor Richter Wilhelm Mende verantworten - und wurde zu einer bedingten Freiheitsstrafe von zehn Monaten verknackt. Kleinlaut kehrte Puber nach Zürich zurück - jetzt traut er sich offiziell nach Wien zurück und präsentiert erstmals weltweit in öffentlichem Rahmen in der Ho Galerie gemeinsam seine "Werke" und sein Video.

Video: YouTube.com

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zet

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