Pleiten, Pech & Gruppenkuscheln am Weihnachtsmarkt  (Bild: Thinkstockphotos.de)

Pleiten, Pech & Gruppenkuscheln am Weihnachtsmarkt

Die Weihnachtszeit ist eine schöne Zeit.. denkt man - zumindest bis man einen Besuch auf dem Wiener Christkindlmarkt  wagt. Nicht der Christkindelmarkt selbst ist es, der zum Verhängnis wird. Es kann aber schon einmal vorkommen, dass bereits der Weg dort hin mit einigen Hürden verbunden ist. Die Freude auf den netten Punsch und einen Abend mit weihnachtlicher Stimmung kann einem in der City schnell vergehen - City4U hat für euch die Christmas- Komplikationen, die bestimmt jeder von uns kennt: So wird der Wiener Weihnachtsmarkt zum Albtraum

# Wie immer: Das Wetter

"Oh, wird das heute ein schöner Abend mit einem netten Punsch!" Falsch gedacht. Man macht doch immer wieder den selben Fehler, wenn man sich ein wunderschönes Weihnachtswetter ausmalt. Die meisten kennen es bestimmt: Man packt sich dick ein, doch 10 Meter entfernt von der Haustüre beginnt es zu regnen. Schirm? Vergessen! Zurückgehen? Zu spät dran! "Egal, wird schon gehen.." - oder auch eben nicht. Der Abend wird von mürrischen Gedanken begleitet und im schlimmsten Fall kommen dann auch noch eingefrorene Zehen dazu - das typische Christkindlmarkt- Feeling.

# Wie die Könige: Die Anreise in den Öffis

Ohne Schirm schnell in die Öffis geflüchtet, warten hier die nächsten Dinge, die jeder Wiener schon einmal erlebt hat - und genervt davon war. Zur Weihnachtszeit herrscht beispielsweise nicht nur auf den Straßen Stau. Auch in den Wiener Linien staut es sich, wenn alle einen guten Punsch genießen wollen. Draußen kalt, drinnen warm und kein Platz, sich die Jacke auszuziehen. Wieder denkt man: "Wird schon gehen.. die paar Stationen!" Falsch gedacht  - denn nach einigen Minuten rinnt unter der Jacke bereits der Schweiß den Rücken runter. (Und wohin dieser rinnt, muss man nicht ausführen - unangenehm)

# Wenn die Musi spielt: Und die Nerven blank liegen

Ein weiterer Punkt, der in den Öffis immer wieder die Stärke unserer Nerven testet, sind die Musikanten. Musizieren ist in der Ubahn verboten - "verboten" heißt aber nicht "unmöglich". Noch schnell die Freundin anrufen, um ihr zu sagen, dass man sich 5 Minuten verspätet und plötzlich dröhnt die Zieharmonika in den Ohren. Wer hier nicht schon einmal innerlich mit den Augen gerollt hat, hat wohl eine engelhafte Geduld. Vielleicht sollte man gerade vor Weihnachten eine Scheibe von einem Engel abschneiden - für die Nerven sicherlich besser.

# Immer und überall: Die Zeitungsverkäufer

Kaum hat man es endlich geschafft, aus dem Waggon auszusteigen und währenddessen noch schnell jemandem die Worte "ZUERST AUSSTEIGEN LASSEN" ins Gesicht gebrüllt, der den Ausgang blockiert - da wartet schon die nächste Freude. Der Zeitungsverkäufer bei der Rolltreppe oder ... einfach überall! Auch wenn man Respekt vor der Tätigkeit hat, die diese Herrschaften betreiben - die meisten gehen an ihnen vorbei. Mit einem netten Lächeln und einem kleinen schlechten Gewissen lässt man den Verkäufer, der "Fröhliche Weihnachten" ruft oder einem halb ins Gesicht springt (meistens zweiteres), hinter sich und nimmt sich fest vor, noch DIESES Jahr zu spenden und lässt auch den Bettler an der nächsten Ecke hinter sich. Nach zwei Punsch ein vermutlich wieder vergessener Gedanke.


# Alice im Wunder... eh Wien: Das Labyrinth

Endlich geschafft! Oder? Treffpunkt: Beim Eingang. Ah eh! Sicherlich kommt es hier darauf an, auf welchen Christkindlmarkt man geht, aber "beim Eingang" ist sehr oft kein Ort, an dem man sich findet. Denn der Eingang ist nicht EIN Eingang sondern befindet sich vorne, hinten, seitlich und an einigen weitern Ecken, die man als Eingang interpretieren kann. Wenn keine Musikanten in der Nähe sind, muss man eben noch einmal anrufen - wer nun keine Touchscreen geeigneten Handschuhe anhat und ein Smartphone besitzt, der wird den Treffpunkt spätestens jetzt verfluchen.


# Gruppenkuscheln: Der Betrunkene neben dir

Nach den ganzen Strapazen hat man sich also endlich gefunden - der Schweiß unter der Jacke ist halbwegs getrocknet und der Regen hat sich verabschiedet. Nachdem man sich entschieden hat, bei welchem Punschstand man sich anstellt, wartet man also mit einer Horde von Menschen auf die heiß ersehnte Tasse. Oft hat der ein oder andere in der Schlange allerdings schon ein paar Punsch getrunken und das macht sich bemerkbar - nämlich durch Ausschütten auf genau.. die nähchste Person im wartenden Haufen. Und schon ist die Jacke nicht nur wieder schön nass, sondern klebt auch noch sehr ungustiös - immerhin hat man nun bis zu 9 Würfelzucker in flüssiger Form auf sich (Soviel Zucker steckt laut AK nämlich ineinem Glas Punsch!). Die flüchtige Entschuldigung macht das dann auch nicht wieder gut - nagut, angestellt bleiben und bald kann man diese Sorgen doch im Punsch ertränken.


# Ebbe im Börsel: Oder auch gar kein Börsel

Sorgen im Punsch ertränken, oder eben auch nicht. Vorne angekommen will man dann sein Börsel aus der Tasche holen - doch in dem Gedrängel sind nicht nur Betrunkene und Liebhaber der Weihnachtszeit. Die besten Freunde von offenen Taschen sind hier immer fleißig unterwegs - Taschendiebe. Nun wenn dann auch noch das Börsel ein neues "Herrl" gefunden hat, ist der Abend vollständig im Eimer. Darum: Jacke mit INNENTASCHEN - rettet das Budget für den Punsch! Hoffentlich fragt am Heimweg in den Öffis nun keiner nach der Jahreskarte!


Fazit: Es gibt Abende, an denen man es sich besser zuhause gemütlich macht und mit guten Freunden Punsch genießt. Rezeptideen findet ihr im Internet (HIER) und wer ihn nicht selbst kochen will, der kann bei Ikea einmal statt Möbel Punsch kaufen - zum GLÖGG geht's HIER.

Was meint ihr? Kennt ihr solche Abende? Postet uns in den Kommentaren oder schreibt uns mit Hashtag #City4U auf Facebook, Twitter oder Instagram!

val

Kommentare