Warum man im 8. Bezirk Klopapier unverpackt kauft  (Bild: Der Greißler)

Warum man im 8. Bezirk Klopapier unverpackt kauft

Hier ist alles "ohne": Gemüse, Nudeln, Früchte, Seifen - ja sogar das Klopapier. Alles kommt ohne Plastik. Unverpackt. Der "Greißler - unverpackt.ehrlich ." ist der erste unverpackte Lebensmittelhandel mit einer Zertifizierung durch Bio Austria. Im achten Wiener Gemeindebezirk hat er seit einigen Monaten offen - und die Nachfrage steigt.

Alexander Obsieger (26) denkt nach. "Muss man wirklich einen Coffe- to- Go trinken? Da braucht’s wieder Verpackung. Und das macht Müll!" Müll machen, das geht bei ihm gar nicht. Zero Waste lautet das Konzept seines Ladens, in dem beachtliche 350 Produkte erstanden werden können. Plastiksackerl? Fehlanzeige. Wer hier kauft, muss planen. Nur Milch, Senf, Marmeladen etc. kommen im Glas. Pfand. Eh klar.

"Die Menschen müssen mehr mehr nachdenken", kommt Alexander Obsieger auf das Beispiel mit dem Kaffee zurück: "Denn wenn ich mir Zeit nehme, den Kaffee im Kaffeehaus zu trinken, in einer Tasse, unterstütze ich damit auch die Kellner - mit  - hoffentlich -  einem Trinkgeld! Eine Win- Win- Situation für einen Wiener Berufsstand, und die Umwelt. Da kein Plastikbecher - kein Müll!"

Sogar Klopapier kommt unverpackt

Wer demnächst zum Drogeriemarkt will, da Toilett- Artikel rar wurden, sollte vieleicht zu Alexander Obsieger pendeln. "Natürlich haben wir auch alles für die Hygiene: Seifen etwa. Und Klopapier - unverpackt!"

Zero- Waste als Business- Konzept

Etwa 60 Kunden kommen in Alexander Obsieger- Zero- Waste- Shop pro Tag. Der 26- Jährige ist sehr zufrieden. "Das Geschäft läuft super! Blogger kommen und empfehlen mich, Stammgäste kommen immer wieder, Wien hat Potential. Die Stadt mit der größten Dichte an Supermärkten Europas würde noch viel mehr an Zero- Waste- Shops vertragen!"

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Redakteurin
Anna Richter-Trummer
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