Wahre Storys aus dem Rotlichtmilieu der Stadt  (Bild: Thinkstockphotos.de)

Wahre Storys aus dem Rotlichtmilieu der Stadt

Im Rotlichtmilieu der Stadt ist immer etwas los. Das Buch die "Wiener Schlampengeschichten" zeigt die Welt aus Sicht von Ladys, deren Telefon ständig und rund um die Uhr bimmelt. Es erzählt aus dem Alltag und Privatleben von Wiener Callgirls und räumt in einigen Anekdoten mit den Vorurteilen in der Szene auf. City4U traf die geheimnisvolle Wienerin Lorelay, die hinter den "Schlampengeschichten" steckt und gibt euch Einblicke hinter die Kulissen:

Die Wiener Schlampengeschichten erzählen von vier Callgirls: Mizzi, Alissa, Donna und Betti. Sie leben den Alltag zwischen Agenturen und den verschiedensten Betten und Orten außerhalb ihrer eigenen vier Wände. Auf fast 300 Seiten erzählen die Ladys im ersten Band ihre Geschichten, wie sie arbeiten "bis die Muschis qualmen" (S.53)! Von nervigen Kunden über eigenartige "Arbeits- Ereignisse" bis hin zu lustvollen Aufträgen plaudern die Callgirls aus dem Nähkästchen: Eindeutig intime Einblicke! Die Autorin Lorelay verrät uns die Hintergründe:

# Lorelay oder auch Lisa Fox, wie du dich nun nennst: Bist du selbst eine Akteurin in dem Buch?

(lacht) Ja, natürlich. Die Geschichten drehen sich um mich und drei meiner Kolleginnen. Wir haben gut, gerne und sehr viel miteinander gearbeitet. Eines können sich die Leser also sicher sein: Die Storys sind echt und wir haben das wirklich erlebt. Dumme Tussis sind wir aber nicht, denn auch Callgirls können Studierte sein! Der erste Band ist mittlerweile vor 10 Jahren entstanden, der zweite wurde letztes Jahr unter dem Titel "Küssen kostet extra" veröffentlicht.

# Wieso bist du zum Callgirl geworden und wie lange hast du dieses Business betrieben?

Wie Betti in dem Buch bereits erklärt: "Weil ich gern vögle und es Spaß macht!" (S.63) Sie wird in dem Buch mit einem Hausverbot im Hotel "beglückt", was für ein Callgirl Gang und Gäbe ist, denn trotz Diskretion bleibt es immer spannend, nicht entlarvt zu werden - die Kunden wollen doch meistens, dass sie nicht als Kunden enttarnt werden. Ganze 15 Jahre war ich im Geschäft. Und ich würde es jederzeit wieder so machen, denn auch der Verdienst passt.

# Ein Privatleben mit Partner ist als Callgirl unmöglich oder?

Mit dem richtigen Mann ist alles möglich! Mizzi beispielsweise ist verheiratet und ihr Liebesleben blüht. In ihrer Geschichte hat sie auch ein kurzes .. oder naja kurz (lacht).. Vergügen mit einem dunkelhäutigen Mann, der sie an der Ampel abpasst. Nachdem die beiden "fertig" sind, erwartet Mizzi eine Überraschungsparty in der Agentur und hier darf ich ihren Ehemann nun zitieren: "Wenn mein kleines Schlamperl von einem schönen schwarzen Mann träumt, dann soll man ihr diesen Wunsch doch zum Geburtstag erfüllen! Wie oft wird eine Frau schon 40?" (S.77) Ich glaube, die Aussage spricht für sich. Funktioniert also bestens.

# Skurrile Kundschaften: Muss ein Callgirl Nerven aus Stahl haben?

Ja. Callgirls gehen schon an ihre Grenzen. Wir sind zwar einiges gewohnt, aber in dem Job lernt man, dass nichts unmöglich ist. Betti hat in ihrer Geschichte "Erinnerungen ans Holdon" zum Beispiel das Vergnügen, mit dem Kunden auf die Toilette zu gehen. Was sie dort macht?

Er setzt sich auf den Topf.
"Schau mir zu", fordert er.
Fassungslos starre ich ihn an.
Ich soll ihm beim Scheißen zusehen??

(S.57)

"Das Leben als Callgirl ist ein schmaler Grat zwischen Prostitution und einer Rolle als Psychologin. Man braucht Menschenkenntnis und vor allem Verständnis für Vorlieben, die man sich selbst vielleicht nie vorstellen könnte", verrät uns Lisa Fox abschließend.

Wer neugierig geworden ist, kann die Wiener Schlampengeschichten downloaden oder erwerben -> HIER geht es zur Homepage.

Voerst haben wir noch einige Einblicke für euch zusammengesammelt:

# Donna

Das Schlampenfieber hat mich erfasst.
Der Mann ohne Namen dreht mich um.
Er nimmt mich ohne Vorwarnung.
(S.113)

# Alissa

Wieder versuche ich, seinen Pimmel sauber zu bekommen. (..)
Aber es kommt kein Leben in das Ding.
Willkommen in Zombietown
Bin ich Jesus, dass ich Tote auferstehen lassen kann?
(S.108)

# Mizzi

Dann werde ich aufgefordert, der Frau Gemahlin Gemüsestücke einzuführen. Und zwar definitiv nicht in den Mund. Zuerst eine Karotte, dann darf es schon eine Zucchini sein und zum Schluss setzt sie sich wolllüstig auf eine Melanzani. Na Servus!
(S.182)

# Betti

Und ich solle ihn anpinkeln. Gleich im Bett. (..)
Ich habe das Gefühl, ich pisse gut fünf Minuten, ich hoffe nur, der Matrazenschoner des Hotels hält das durch! Als ich den letzten Tropfen niederregnen lasse, stellt sich sein bestes Stück tatsächlich auf, und er spritzt! Ich habe also einen Mann zum Orgasmus gepinkelt! Cool!
(S.287)

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Redakteurin
Vanessa Licht
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