Stummer: Vom Wiener Veranstalter zum Weltstar?  (Bild: YouTube.com/Stummer)

Stummer: Vom Wiener Veranstalter zum Weltstar?

Philipp Stummer (33) ist seit knapp 10 Jahren erfolgreich als Veranstalter im legendären U4 tätig, nun möchte der Wiener als "Stummer " - im besten Fall - international die Charts erklimmen. Seine erste Single "Muss da wurscht sein" verspricht Ohrwurm- Garantie, die offene Art sowie der Dialekt erinnert ein wenig an die beiden Senkrechtstarter Seiler & Speer. Erhofft er sich einen ebensolchen Erfolg? City4U hat sich mit dem sympathischen Sänger unterhalten.

Wie bist du auf die Idee gekommen ein Lied zu schreiben?

Seit Jahren verfolgt mich der Lebenstraum, einmal in den Austria Top 40 gelistet zu sein. Im Jänner des Jahres bin ich diesen Traum auch erstmal aktiv angegangen und hab mit den richtigen Leuten über diese Idee gesprochen.

Wieso dieses Lied? Was hat dich zu dem Text inspiriert?

Die Idee zu dem Lied entstand schon vor über einem Jahr. Der Österreicher neigt ja dazu, sich über alles zu beschweren. Mit der einfachen Formel "Muss da wurscht sein", kann man über viele Dinge einfacher hinwegsehen. Die Strophe über den verregneten Urlaub habe ich übrigens bei strömenden Regen auf Kreta geschrieben und schon war mir das Wetter "wurscht".

Seiler & Speer haben es geschafft sich über die Grenzen hinaus einen Namen zu machen - nun sprichst du mit deinem Klientel doch eine ähnliche Hörerschaft an: Erhoffst du dir einen ähnlich großen Erfolg?

Seiler & Speer spielen in einer eigenen Liga. Allerdings schreiben auch sie Texte, die den Zuhörer direkt ansprechen und ein Lebensgefühl wiedergeben. Seiler & Speer begeistern Massen, ich sehe es schon als Erfolg, wenn eine kleine "Muss da wurscht sein- Bewegung" ins Laufen kommt, bei der die Menschen das Leben nicht immer ganz so ernst nehmen.

"Muss da wurscht sein!" - Also ein Lebensmotto?

Ein absolutes Lebensmotto! Schon seit meiner Studienzeit ist der Spruch ein ständiger Begleiter, der vieles im Leben vereinfacht. Dinge, über die ich mich früher geärgert habe, waren auf einmal halb so wild, was andere von mir denken war mir plötzlich nicht mehr so wichtig und auch heute noch erwische ich mich oft dabei, mir den Satz immer wieder vorzusagen und schon hast du einen Song geschrieben - muss da wurscht sein.

Vom Veranstalter zum Musik- Star? Was würde das für deine Karriere im U4 bedeuten?

Ich bin seit 8 Jahren im U4 tätig und möchte das auch gerne noch lange weitermachen. Mir liegt der Club sehr am Herzen und freue mich auch über die Unterstützung, die ich vom gesamten Team bekomme. Aber wer weiß, vielleicht stehe ich dann ja selbst mal auf der legendären Bühne des U4s.

Wie ist das Feedback auf deinen ersten Song?

Sehr unterschiedlich, aber durchaus positiv. Vom "Sommerhit 2017" bis hin zu "ein junger Ambros" war vieles dabei. Bei einem sind sich aber die meisten einig: Das Lied lädt zum Mitsingen ein.

Was ist das Ziel? Was möchtest du musikalisch erreichen?

Die Produktion des Songs hat enormen Spaß gemacht und derzeit habe ich große Lust, diesen musikalischen Ausflug weiterzugehen. Erstmal ist es das Ziel, meinen Lebenstraum - die Austria Top 40 - zu erreichen. Vielleicht winkt dann ein Album, eine Amadeusnominierung, das Donauinselfest und der Songcontest. (lacht)

Man kann also noch weitere Songs erwarten?

Definitiv. Ich schreibe derzeit an vier Songs gleichzeitig. Bei allen steht der Spaß im Vordergrund.

Viele sagen nationale Musiker werden zu wenig gespielt und entsprechend zu wenig gehört. Wie siehst du das?

Eine Zeit lang war das sicher auch so, allerdings gab es hier in den letzten Jahren auch eine gute Entwicklung. Sehr viele Künstler wie Pizzera & Jaus, Bilderbuch, Granada, Lemo, Flowrag oder Wanda haben es auf die große Bühne geschafft. Ich bin mir sicher, dass hier noch einiges folgen wird und hoffe, hier auch meinen Teil dazu beitragen zu können.

Würdest du dich selbst in die Kategorie "Austropop" einordnen?

Austropop ist für mich eine eigene Rubrik, die Danzer, Hirsch, Fendrich, STS, Ambros und wie sie alle heißen geprägt haben. Ich sehe mich selbst in der Rubrik des neuen Austropop, wenn man es so nennen will. So oder so: Austropop bleibt ewig jung und es freut mich zu sehen, dass so viele Künstler Spaß an der österreichischen Sprache haben.

Vielen Dank für das Interview!


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Redakteurin
Julia Ichner
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