Party-"Piefke": "Hey Wien, so feiert man richtig!"  (Bild: Adrian Almasan)

Party- "Piefke": "Hey Wien, so feiert man richtig!"

Stefan S. (32), der Clubmanager des Wiener Bollwerks, zieht Bilanz nach drei Monaten: "In Wien geht noch einiges mehr". Der fesche, deutsche Single- Mann zeigt den Österreichern, wie man Party macht! Im Gespräch mit City4U verriet er uns persönlich, was er von unserem Nachtleben hält und welche "krassen" Ziele er noch anstrebt:


Was langweilt dich an Wien, was findest du schlecht, was willst du verbessern?

Als "langweilig" würde ich das Wiener Nachtleben nicht bezeichnen, da es hier doch sehr viele Clubs gibt. Das Problem liegt hier einfach nur darin, dass die Veranstaltungen großteils nicht von den Clubmanagern selbst, sondern von Veranstaltern gemacht werden - viele Versprechungen werden im Vorfeld getätigt, die dann nicht eintreffen. Bei uns wird umgesetzt, was wir ankündigen!

Die Erfolgskurve des Bollwerks Wien geht steil nach oben - wird es noch eine Steigerung geben?

Viele sagen, ich sei mit meinen Zielen größenwahnsinnig, doch definitiv kann ich versichern, dass KEIN Ende in Sicht ist. Wir schätzen den Erfolg sehr, doch ruhen wir uns bestimmt nicht aus. Wir hatten Stars wie die Headhunterz oder H.P. Baxxter und setzen demnächst mit dem berühmten US- Rapper Nelly noch eins drauf. Spätestens 2017 wollen wir JEDEN TAG aufsperren und dem gehen wir ab Mai mit 4 Öffnungstagen bereits nach. Im Juli kommt dienstags das "Studentenwerk" hinzu und ab September jeden Montag eine Gastro- Nacht, der "Monday Nite Club", mit Specials wie two for one bei Flaschen.

Was macht für dich die perfekte Party aus?

110 Prozent Entertainment! Die Leute müssen etwas erleben, das sie woanders nicht geboten bekommen! Jeder Club hat ein anderes Angebot, die anderen sind auch gut, keine Frage, aber wir sind einfach anders und das macht es aus!

Ist noch ein weiteres Bollwerk geplant?

Wünsche hat man viele, aber man kann es noch nicht sagen.

Welche Specials funktionieren - welche nicht?

Einfach und knackig - das ist der Schlüssel! Specials, die jeder versteht, funktionieren einfach immer. Klares Konzept, nicht zu kompliziert und die Leute lieben es. Man kann nichts neu erfinden, aber man kann es sehr wohl neu verpacken! "Freier Eintritt für Ladies, für Boys, für Geburtstagskinder" funktioniert am besten, da kommen keine Fragen auf.

Kann  man in Deutschland besser feiern als in Wien?

Absolut nicht. Meiner Meinung nach kann man in Österreich VIEL besser feiern! Nichts gegen die Deutschen, aber die Österreicher haben eine herzlichere Art - hier sind die Menschen dankbarer und sehen vor allem nicht alles als selbstverständlich. Ich fühle mich hier super wohl und könnte mir auch nicht vorstellen, wieder nach Deutschland zurück zu ziehen. Mein Herz gehört der Stadt Wien.

Bist du für den Job als Clubmanager des Bollwerks extra nach Wien gezogen?

Nein, ich bin schon seit Ende 2014 hier, habe mich aber zurückgezogen und Zeit für mich genommen, bevor ich mich wieder in die Clubszene stürze. Das vergangene Jahr bin ich selber weniger im Nachtleben unterwegs gewesen, ich habe das Ganze aber im Internet beobachtet.

Warum ist kein Wiener an der Spitze des Wiener Bollwerks?

Dass genau ich zu dem Job gekommen bin, war reine Glückssache. Ende letzten Jahres habe ich mich beim Inhaber der Bollwerk- Gruppe Martin Fritz beworben und schon zwei Tage später einen Anruf bekommen. Nach ein paar Treffen war klar - das funkt! Seither harmoniert es super und ich bin extrem dankbar für diese Chance! Meine Akkus sind aufgeladen und ich bin voller Energie!

Hast du dich in anderen Clubs umgeschaut, um dir Inspirationen zu holen?

Ich habe in München und Berlin gearbeitet und alles, was dort funktioniert hat, habe ich ausgebaut und setze es hier um. "Berlin ist nicht Wien", das ist Fakt, aber wenn man Eier in der Hose hat, schafft man alles! Ich überlege gar nicht lange herum, ob etwas bei den Wienern nicht ankommen könnte, sondern riskiere gerne und das zahlt sich aus!

Demnächst eröffnet die Pratersauna wieder - betrifft euch das als direkte Konkurrenz?

Ich wünsche der Pratersauna einen mega Erfolg, aber das geht an mir vorbei. Wir sind keine direkten Konkurrenten oder verfeindet und haben auch ein anderes Zielpublikum.

In Deutschland wurdest du von Tip- Berlin als peinlichster Berliner bezeichnet - die Wiener Gäste lieben dich, was hast du verändert?

Eigentlich bin ich stolz drauf, neben bekannten Personen wie Angela Merkel damals dabei gewesen zu sein. Im Endeffekt haben mich die verrückten Partykonzepte zu dieser Ernennung als einer der peinlichsten Berliner gebracht, was absolut nicht negativ war. Verändert habe ich trotzdem etwas - ich gehe nicht mehr einfach mit dem Kopf durch die Wand. Sich Fehler einzugestehen, ist wichtig, denn so lernt man daraus. Ein iPhone wird immer ein iPhone bleiben, aber es wird immer wieder verbessert und so habe ich es auch gemacht - ich habe an mir gearbeitet, bin  kommunikativer geworden und rede mehr mit meinen Gästen.

Gibt es noch etwas, das du uns über dich als Clubmanager sagen möchtest?

Eines ist besonders wichtig: Es gibt immer Dinge, die nicht so laufen, wie man es sich vorgestellt hat, aber man darf sich niemals unterkriegen lassen. Das Wichtigste ist, kein One- Player zu sein. Im Bollwerk ist unser Konzept, immer als Team zu arbeiten und das ist der Schlüssel zum Erfolg. Ich bemühe mich auch, immer vor Ort zu sein und bin keiner, der sich im Büro verzieht und nie zu sehen ist. Man muss im Club für die Gäste da sein und sich jeder Situation stellen, so entsteht eine familiäre Atmosphäre und man baut sich eine Community an Gästen auf.

val

Wie feiert ihr am liebsten und was macht einen Clubmanager aus? Postet uns eure Meinung in den Kommentaren oder schreibt uns mit Hashtag #City4U auf Facebook, Twitter oder Instagram!

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