Paris-Terror: Ein rührender Tweet geht um die Welt  (Bild: Twitter.com)

Paris- Terror: Ein rührender Tweet geht um die Welt

Eine zufällige Begegnung auf der anderen Seite der Welt, in einer regnerischen Samstagnacht. Ein junger Musiker namens Darren Hanlon trifft in Sidney auf einen muslimischen Uber-Fahrer. Was dann folgt ist ein sehr persönliches Gespräch zwischen zwei völlig Fremden... über Religion, Ethik und die Opfer von Paris. Der anschließend verfasste Tweet wird auf Anhieb 4000 Mal geteilt!

Weil Darren seinen Bus verpasst, ruft er einen Uber Fahrer. Er steigt ein und die beiden beginnen eine simple Konversation über Fahrzeiten, GPS und Uber Gäste. Doch schnell kommt der Lenker aus Indien auf ein ganz anderes Thema zu sprechen: die Terroranschläge in Paris. Er gesteht dem jungen Mann, dass er selbst Muslim ist. Doch dass diese grauenhaften Morde nichts mit seiner Religion, wie er sie als Kind kennen gelernt hat, zu tun hat.

"Ich kann Menschen nicht verstehen, die herumlaufen und andere töten", er habe den ganzen Tag in der Moschee gebetet, sagt er weiter. Der Musiker hört still zu. Eine tiefe Verbindung entsteht, zwischen zwei völlig Fremden...

Der Musiker erfährt, dass der Fahrer Theologie studiert hat und dass das Wort "Islam" von einem Wort abstammt, das "Friede" bedeutet.

Er erklärt dem Singer/Songwriter wie die Menschen - vom Bankbeamten bis zum Jihadisten - den Koran für ihre eigenen Zwecke missbrauchen. Während sie darüber sprechen, dass auch der Glaube anderer Religionen in dieser Art und Weise ausgenutzt werden, sieht Darren, wie sich der Fahrer die Tränen aus dem Gesicht wischt.

"Gibt es denn im Koran keine Regel wie in der Bibel, die besagt, dass man nicht töten soll?", fragt Darren. "Natürlich", antwortet der Muslime: "Gleich das zweithöchste Gebot besagt, wenn man eine Seele tötet, so vernichtet man die gesamte Menschheit. Im Gegenzug rettet man alle Menschen, wenn man nur eine Seele rettet."

Inzwischen sind die beiden am Ziel in King St. angekommen, doch die Konversation läuft - ohne Tachometer - weiter.

Auf die Frage, welche Gedanken denn dem Musiker als erstes durch den Kopf gegangen seien, als er von den Anschlägen erfahren hatte, antwortet dieser ehrlich: "Ich habe als erstes an meine Familie und Freunde gedacht."

"Das ist auch das größte Geschenk im Leben, Familie ist Liebe und unser einziger Schutz im Leben!" so der gedankenvolle Fahrer.

Hier endete das Gespräch und beide gingen ihrer Wege... doch die Gedanken des Musikers kehrten immer wieder an seine Worte zurück. Darum verfasste er dieses Schreiben, nicht als Statement, sondern bloß als Geschichte über einen traurigen muslimischen Uber Fahrer in Sidney, dessen Religion ihm an diesem Tag geraubt wurde.

Video: Youtube/Darren Hanlon

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rza

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