Krise in Bobostan: Cafe Aumann sperrt nie mehr auf  (Bild: Aumann.at, facebook.com)

Krise in Bobostan: Cafe Aumann sperrt nie mehr auf

Im Internet steht noch die Menükarte der letzten Juliwoche - aber es wird nichts mehr serviert: Das Szenecafe Aumann in Währing (18., Aumannplatz 1) ist endgültig Geschichte, wird nie mehr aufsperren. Denn, so Masseverwalter Dr. Raoul Wagner: "Der Betreiber kann in den kommenden zwei Jahren unmöglich 20 Prozent der Schulden zurückzahlen, das Aumann sitzt auf einem Minus von 500.000 Euro." Jetzt herrscht in Bobostan die Krise - wo schlürfen die Hipster und Bobos nun ihren Kaffee?


In den fünf Jahren seit der Eröffnung schaffte es der Betreiber, jedes Jahr 120.000 Euro Schulden zu machen. Und das obwohl das Lokal meistens gesteckt voll und die Preise immer ganz schön happig waren. Ein Schnitzel um 17 Euro, ein  Frühstück um 14 Euro - das Aumann war alles, außer günstig.

Es mauserte sich innerhalb weniger Monate zum hippen Bobo- Treff in Währing. Am Vormittag trafen sich die Jung- Mütter zu Kaffee und Prosecco, mittags die Business- People und am Abend die Bobos. Alle konsumierten eifrig, aber es reichte nicht. Der Hauptgrund: Geschäftsführer Jörg Wagner war relativ selten anwesend, die 39 Kellnerinnen und Kellner konnten schalten, walten und kassieren wie sie wollten. Dr. Wagner: "Ich besuchte, wie ich zum Masseverwalter bestellt wurde, inkognito das Lokal, da waren sechs Kellner für 18 Gäste da, das kann sich nicht rechnen".

Mehr als 500.000 Euro Schulden wurden angehäuft, es ist fraglich ob die Gläubiger überhaupt entschädigt werden können. Zurück bleiben enttäuschte Gäste auf der Suche nach einem neuen Stammcafe in Währing. Das Cafe Himmelblau ((18., Kutschkergasse 36)) würde sich anbieten - es ist am Kutschkermarkt, nur einige Querstraßen entfernt. Doch das hat derzeit wegen Urlaub geschlossen...

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zet

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