Keine Gratis-Zahnspange für dieses Kind  (Bild: Symbolbild: thinkstockphotos.de)

Keine Gratis- Zahnspange für dieses Kind

Gratis- Zahnspangen für alle betroffenen Kinder hatte der damalige Gesundheitsminister Alois Stöger (SPÖ) 2013 versprochen. Doch Vollmund Stöger - mittlerweile ist er Sozialminister - hatte nur einen Wahlkampf- Schmäh erzählt. Eine Mutter aus Wien - ihr Sohn (8) ist ein "Spaltkind", das heißt er wurde mit einem gespaltenen Oberkiefer geboren- kann das bestätigen. Die Krankenkasse gewährt ihr lediglich einen Zuschuß: 683,20 Euro. Bei Kosten von mehr als 8000 Euro ...

Spaltkinder haben erhebliche Zahnfehlstellungen  - die auf der so genannten "IOTN"- Klassifizierung mit der höchste Stufe 5 bewertet werden. Stufe 4 und 5 sollten laut Gesundheitsministerium Gratis- Zahnspangen bekommen. Von "allen Kindern" ist ohnehin keine Rede mehr.
Als die betroffene Wiener Mutter ihren Antrag zurückbekam, traf sie fast der Schlag: "Die Kasse leistet eine Kostenerstattung in Höhe von 683,20 Euro" steht auf dem dürren Screiben der Wiener Gebietskrankenkasse. Allerdings erst nach Abschluss der Behandlung.

"Gratis- Zahnspange? Fühle mich verarscht!"

Doch die wird erstens einige Jahre dauern und zweitens nicht billig sein. Mit Kosten bis zu 8000 Euro ist zu rechnen. Denn es muss nicht nur eine Zahnfehlstellung reguliert werden, sondern auch der Oberkiefer endgültig zusammenwachsen. "Eigentlich fühle ich mich verarscht," so die Mutter, "von gratis kann da wohl keine Rede mehr sein."

"Leider kein Einzelfall in Wien"

"Das ist in Wien leider kein Einzelfall mehr", hat FPÖ- Gesundheitssprecherin Dagmar Belakowitsch- Jenewein beobachtet, "die Krankenkasse bewillt fast gar nichts mehr. Hier liegt sie aber kräftig daneben. Ein Spaltkind hätte auch vor Jahren schon die Zahnspange gratis bekommen müssen. Wir reden hier ja nicht von kosmetischen Fehlstellungen, sondern die Spange ist Teil der Therapie. Dieser Bub muss die Zahnspange vollständig bewilligt bekommen, alles andere ist Willkür." Belakowitsch- Jenewein will jetzt das Parlament mit diesem Fall befassen.

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zet


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