Kaveh Ahi: Sein Party-Aus im Volksgarten  (Bild: Anna Ulrich)

Kaveh Ahi: Sein Party- Aus im Volksgarten

Eine Wiener Party- Legende macht Schluss: Nach 22 Jahren als DER Volksgarten- Party- Macher sagt Kaveh Ahi (40) jetzt: "Ich habe beschlossen meine bisherige Tätigkeit im Volksgarten zu beenden!" Die Szene trauert um den aus Persien stammenden, ehemaligen Partymacher Nummer 1 der City, "King K". Jetzt möchte sich der VoGa- Mann anderen Projekten widmen.

"Liebe Alle! Nach reifer Überlegung und in Absprache mit meinem langjährigen Freund und Geschäftspartner, Michael Böhm, habe ich beschlossen meine bisherige Tätigkeit im Volksgarten zu beenden. Wenige definierte Projekte, zu denen ich mich persönlich sehr verbunden fühle (Life Ball Party & Garden Club z.B.) werde ich weiterhin betreuen und mit dem VoGa- Team umsetzen. Ansonsten ist es nach knapp 22 tollen Jahren Zeit, einen spannenden und intensiven Lebensabschnitt abzuschließen. Ich bleibe der größte Fan und Freund dieses einzigartigen Clubs und möchte mich bei allen Beteiligten, allen voran dem wunderbaren Publikum, für die vielen unvergesslichen Nächte bedanken!! In diesem Sinne, keep on dancing… Euer Party- Perser."

Betroffenheit in der Szene

Via Facebook gibt Kaveh Ahi sein Ende als Partmacher im Volksgarten bekannt. Die Betroffenheit ist groß: "Eine Ära geht zu Ende... Aber Danke... Es war eine schöne Zeit mit dir... Auch, wenn ich nicht nicht an alle Momente erinnern kann," postet ein User. Und: "Wiens Nachtleben wird leider nicht mehr dasselbe sein ohne dich!!" Ein anderer: "Kaveh, ich hab Dich vor 22 Jahren kennengelernt als ich auch mal Partys im Volksgarten gemacht habe, Deine Ausdauer, Deinen unermüdlichen Einsatz, Deine Treue, Deine Liebe zum Club und zum Beruf als Eventmacher, und für Deine fantastische menschliche Art bewunderte und bewundere ich Dich SEHR! Alles Liebe und Gute für Dich, auch wenn wir nie enge Freunde waren, DU bist ein Klasse Kerl, und ich wünsche Dir ALLES GUTE für Deinen weiteren Lebensabschnitt."


Sind gesundheitliche Bedenken Grund fürs Party- Aus?

Die Meldung kommt für Insider wenig übeerraschend: Schon weit Jahren kratzten die durchzechten Nächte an der Gesundheit des Partymachers. Auch das Privatleben kam wegen des schlafraubenden Clublebens zu kurz. Und: Kaveh ist ein Familienmensch, und hat Kinder immer geliebt - wie zahlreiche Posts mit seinen Neffen beweisen.


Beruflich neue Wege

"Mit 40 ist Schluss" hat Kaveh Ahi schon vor drei Jahren im Interview mit "Krone"- Redakteurin Anna Richter- Trummer angekündigt. Nun hat der Mann Wort gehalten. Seine neue berufliche Laufbahn soll ihn ins Immobilien- Business führen. City4U wünscht dem Wiener Party- King jedenfalls alles Gute!


Kaveh- Ahi im Krone- Interview  vom 7. Mai 2013




Der "VoGa"- Chef über Wein, Weiber und Wahnsinnspartys

King Kaveh: "Mit 40 ist Schluss!"


Wenn andere schlafen gehen, wird er erst richtig wach. Doch nach 19 Jahren Partylife kann auch ein Pistenkönig wie Kaveh Ahi (37) müde werden. Am Mittwoch, den 8. Mai, will er es jedenfalls wieder wissen. Und lädt zum legendären Garden Club. Natürlich in den Volksgarten (VoGa).


Alles begann vor 13 Jahren: Als Sommerclub geplant, dauerte der Garden Club über 8 Jahre und mauserte sich zu einer Institution in der Wiener Partyszene. Kaveh Ahi und sein Team verstanden mit kreativen Setdesigns und coolen Liveacts (David Guetta war im VoGa!) die Gäste jedes Mal aufs Neue zu begeistern. "Das war der längste Sommer überhaupt, jetzt starten wir damit wieder in die Saison", lacht Kaveh beim "Krone"- Interview. Während sich im Volksgarten bei "Thirty Dancing" die Menschen drängen, sitzen wir in seinem Büro: In Polo, Jeans und weißen Converse liegt Kaveh in seinem Ledersessel, der Stoppelbart beginnt leicht zu ergrauen und trotz blitzender Augen lässt sich eine gewisse Erschöpfung nicht verbergen. "Heute will ich nicht Vollgas geben", sagt er, und es klingt fast entschuldigend - sein Image als Partyking von Wien ist unumstritten. Bereut er seinen Lifestyle? "Nein, aber natürlich muss auch ich einmal leisertreten." Mit 40 will er sich vermehrt im Hintergrund halten: "Ich habe ein junges, fantastisches Team hier aufgebaut, allen voran meine rechte Hand Ali Pasha, die machen das großartig."

  Ist Familie ein Thema? "Ja, auf jeden Fall, ich möchte gerne heiraten und drei Kinder haben." Kaveh wird nachdenklich: "Doch meine Verlobung habe ich vor einigen Monaten gelöst. Ich brauche eben eine starke Frau an meiner Seite, die das aushält, dass ich von vielen Weibern im Club umgeben bin - nächtelang."


Die Tür geht auf: Volksgarten- Besitzer Michi Böhm steht im Raum. "Ich hab dich gestern Früh am Ring gesehen, aber du kannst dich nicht mehr erinnern". Kaveh schüttelt lachend den Kopf. Nein, kann er nicht. "War eh nicht schlimm", lacht Böhm, jener Mann, der den 18- jährigen Kaveh damals entdeckte und ihn zum neuen Clubmanager machte. Der Rest ist Partygeschichte. 19 lange Jahre.


"Aber mein Image ist viel schlimmer, als ich tatsächlich bin", sagt Ahi und wird plötzlich ganz ernst: "Ich nehme etwa keine Drogen, bin absolut clean und passe auch mit Alkohol auf, weil ich fürchte, dass ich durch meinen Job schon ein Alkoholproblem habe. Meine Gesundheit geht vor!"


Wir treten aus dem Büro, der Lärm setzt ein, fast im Takt dazu die Schulterklopfer. "Kaveh, hey." Ahi geht in der Menge fast unter, jeder will was, kennt ihn. Nur am Eingang fragt ein Security- Bursche nach seinem Namen: "Du bist der Kaveh? Sorry, ich bin neu." Kaveh nimmt's cool. Hinter der Theke zeigt er mir noch seinen Vater. Der sitzt an der Abendkasse. "Das macht ihm Spaß." Ob's an den Genen liegt?


Was meint ihr dazu? Postet es in den Kommentaren oder schreibt uns mit Hashtag #City4U auf Facebook, Twitter oder Instagram!


art

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