Hilfe! Katze beobachtet uns beim Liebesspiel  (Bild: stock.adobe.com)

Hilfe! Katze beobachtet uns beim Liebesspiel

Liebe Julie, ich weiß, das ist vielleicht eine etwas ungewöhnliche Frage, aber: Gestern hatte ich Sex mit meiner neuen Flamme und auf einmal stand ihre Katze neben dem Bett. Irgendwie konnte ich dann nicht mehr weitermachen, weil ich mich richtig beobachtet gefühlt habe. Ist das normal? Weiß die Katze, was wir machen und - findet sie das vielleicht noch toll? Liebe Grüße, Tom

Lieber Tom,

Haustiere gehören zur Familie. Manchmal sind sie sogar die Familie. In etwa 25 Prozent aller österreichischen Haushalte lebt mindestens eine Katze, in jedem fünften Haushalt lebt ein Hund. Kein Wunder, immerhin sind sie niedlich, flauschig und süß. Zumindest bis sie beim Sex stören. Denn: Wie immer in Dreiecksbeziehungen gibt es dann ein emotional explosives Potenzial.

Umfragen zufolge lassen über 60 Prozent aller Single- Frauen ihr Haustier bei sich im Bett schlafen. Mal von möglichen Allergien der potenziellen Affäre abgesehen, spaltet die Frage, ob Tiere beim Sex zusehen dürfen, dass Single- Milieu. (Außer es handelt sich bei dem Haustier um einen Goldfisch.) Dabei gibt es zahlreiche gute Argumente gegen Tiere auf der koitalen Zuschauerbank.

#1. Stechender Blick

Egal, ob Mann oder Frau. Es ist unangenehm, wenn man gemeinsam mit seiner Liebsten/seinem Liebsten im Bett liegt und plötzlich in große Katzenaugen schaut, die sich weigern, den Blickkontakt abzubrechen. Noch dazu, ohne zu blinzeln.

#2. Stinkende Begeisterung

Dem "animalischen Instinkt" entsprechend wird der kleine Stubentiger plötzlich zum Voyeur. Fängt er, kaum beginnt man selbst zum Stöhnen, laut zu Schnurren an - wird es unbehaglich. Ebenso nicht wünschenswert: wenn der Partner während des Sex vom Hund an Zehen oder Eiern geleckt wird. (Immerhin ist Gruppensex mit Tieren doch sehr grotesk.) Oder aber auch, wenn dem Hund vor Begeisterung über den Besuch ein Furz entfährt.

#3. Revier- Verteidigung

Zudem zeigen Hunde sowie auch Katzen ein ausgeprägtes Territorialverhalten. Im besten Fall versucht er, die Affäre aus dem Bett zu drängen. Im schlimmsten Fall kommt es zu unschönen Szenen, wenn das Tier sein Revier verteidigen möchte.

#4. Spiel und Spaß

Werden das Liebesspiel heftiger und die Bewegungen entsprechend rhythmischer, empfinden vielleicht nicht nur Sie das als lustvolles Spiel - es sorgt unter Umständen auch beim Haustier für jede Menge Spiel, Spaß und Spannung. Während sich manche Hunde zum Bellen animiert fühlen oder gerne mal spielerisch an Decke oder Fuß zerren, können zuckende Körperteile den Spieltrieb von Katzen durchaus auch im falschen Moment wecken. Und zack - kommt man dann eher ins Spital als in den Genuss.

Zu deiner Beruhigung jedoch: Ergötzen tut sich das Tier bei deinem nackten Anblick sicher nicht. Denn auch wenn es im Tierreich viel bizarrere Formen der Sexualität gibt, wie etwa Insekten, die ihren Partner nach dem Sex verspeisen oder Fische, die während der Paarung ihr Geschlecht wechseln, ein Fall des Voyeurismus ist noch nicht bekannt.

In diesem Sinne:
Ignorier die Katze, werde zum Tiger!

Julie


Wolltet ihr schon immer mal was über Sex wissen, habt euch aber nie getraut, zu fragen? Fragt Petite Julie! Schreibt einfach eine Email an julie@krone.at oder schickt ihr eine Facebook- Nachricht. Petite Julie hat bestimmt die richtige Antwort für euch ;)!


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