Heute bauen wir ein Laserschwert!  (Bild: City4U)

Heute bauen wir ein Laserschwert!

Das Laserschwert wird in ein paar Wochen wieder sowohl von der guten wie bösen Seite der Macht geschwungen – „Star Wars“ lebt. Aber kann man ein solches edles Teil auch bauen? Physiker Werner Gruber erklärt, wie's geht...
Video: Walt Disney

Im "Star Wars"- Universum wird eben nicht nur mit Laserwaffen herumgeschossen, nein, man verwendet Lichtschwerter. Ja, Sie haben richtig gelesen, es heißt Lichtschwert und nicht wie in der falschen Übersetzung Laserschwert. Abgesehen davon ist der Unterschied zwischen "normalem" Licht und Laserlicht nicht so groß, wie man meinen könnte. Laserlicht ist vor allem Licht einer speziellen Farbe, und es ist stark gerichtet.

Es gibt kein Laserschwert,  nur ein Lichtschwert - ein Übersetzungsfehler

Damit stellt sich die Frage, wie man ein Laser/Lichtschwert baut? Natürlich könnte man einen starken Laser verwenden und diesen mobil machen, gewissermaßen einen Hochleistungslaserpointer. Leider hat dies einen großen Nachteil: Der Lichtstrahl hört nicht auf - theoretisch ist er unendlich lang. Damit kämpft es sich echt schlecht. Außerdem könnte das Licht so reflektiert werden, dass man selber erblindet. Also keine besonders tolle Idee. Nun könnte man das Lichtschwert um einen Spiegel erweitern, damit würde der Lichtstrahl in den Laser zurückgeworfen - auch kein Konzept.

Mit einem normalen Laser kann man kein Lichtschwert bauen

Tatsächlich gibt es eine Möglichkeit, ein Laserschwert zu bauen, das genauso funktioniert wie das echte! Dafür brauchen wir eine sehr starke Lichtquelle mit einer besonderen Farbe (welche wird nicht verraten - das ist Betriebsgeheimnis), am besten einen Laser. Dann brauchen wir noch eine Sammellinse. Trifft Licht auf eine Sammellinse, dann wird dieses Licht in einem Punkt fokussiert. Wenn man es richtig macht, dann kann man im Fokus eine Explosion hervorrufen. Was explodiert? Die Luft. Verwendet man die richtige Farbe, und befindet sich Luft im Brennpunkt, dann explodiert dort die Luft mit über 30.000° C. Nach der Explosion entsteht ein kurzes Vakuum, um sich wieder mit Luft aufzufüllen. Dann einfach wieder explodieren lassen. Damit haben wir im Moment einen "Laserdolch".


Wie kann man aus einem Punkt eine Strecke mit rund einem Meter Länge machen?

Die Lösung lautet Astigmatismus! Wir verwenden eine Linse mit einer sogenannten Brennstrecke. Das Licht wird nicht in einem Punkt fokussiert, sondern entlang einer Strecke. Damit beginnt die gesamte Strecke zu explodieren - dort haben wir 30.000° C. Das restliche Licht geht  dann in alle andere Richtungen und stört nicht - es würde wahrscheinlich tatsächlich so aussehen wie im Film.
Dieses Laser/Lichtschwert würde genauso scharf schneiden, wie wir es aus dem Film kennen. Extrem heiße Luft zerstört alles in unmittelbarer Umgebung. Ebenfalls würden sich zwei Schwerter im Kampf nicht durchdringen, sondern einen festen Widerstand bilden - wie im Film. Damit stellt sich die Frage, warum es dieses Objekt noch nicht als Lockangebot gibt? Na ja, zwischen "wir können was bauen" und "es gibt es zu kaufen"  gibt es noch einen Unterschied. Im Moment wäre der Laser so groß wie ein Tisch, und mit einer Glasfaseroptik müsste man dann die Linse ansteuern - also für einen Kampf ist es dann doch zu sperrig, aber wir arbeiten daran. Lassen Sie sich überraschen, und die Macht sei mit Ihnen...

Bild 1, mit Brennpunkt:
Trifft Licht mit der richtigen Farbe auf eine Linse, dann wird es im Brennpunkt fokussiert und kann bis zu 30.000° C erreichen.


Bild 2, mit Brennlinie:
Hier gibt es nicht einen Brennpunkt, sondern eine Brennlinie - ein echtes Laserschwert!

Easy zu basteln? Was ist eure Meinung? Postet uns in den Kommentaren oder schreibt uns mit Hashtag #City4U auf Facebook, Twitter oder Instagram!

red

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