Flaute in Wiens Nobel-Bordellen  (Bild: thinkstockphotos.de)

Flaute in Wiens Nobel- Bordellen

Verkehrskollaps in den Wiener Edel-Puffs? Nicht ganz, aber die Geschäfte liefen schon einmal besser. Die Krise macht auch bei der käuflichen Liebe nicht Halt - viele Kunden verzichten auf aufpreispflichtige Extras.

Der Höhepunkt war vor drei, vier Jahren. Damals hatten die Freier noch wirklich Geld, "Babylon" und Co. freuten sich über ausgabefreudige Kunden. Immerhin kostet der Eintritt dort schon 150 Euro. Auch ungarische "Geschäftsleute" witterten das große Geschäft in Wien und eröffneten mit der "Residenz Termin Pornbabes" ein Edeletablissement gleich hinter dem Rathaus, das vor allem Pornostars beherbergte. Die Kleinbusse mit Bildern nackter Babes standen monatelang geparkt in ganz Wien verstreut und erregten Aufmerksamkeit. Aber zu wenig, es ist vorbei: die Residenz musste zusperren, die Damen zeigen Einblicke und Reize jetzt wieder auf DVD.

Auch wenn es offiziell niemand zugibt, hinter vorgehaltener Hand wird dann schon gerne einmal gejammert: Die reichen Russen bleiben aus – Stichwort Ukraine- Krise - reiche Araber kommen meist mit ihrer ganzen Entourage in die Stadt und "dürfen" nicht.

Beim Sex wird gespart

Die Krise kann auch "Goldentime"- Mitinhaber Alexander Holzer bestätigen, dessen Saunaclub in Simmering sich vor allem an finanziell potente Einheimische wendet: "Seit zwei Jahren ist der Umsatz rückgängig, man merkt, dass die Leute weniger Geld haben als früher - da wird halt zuerst beim Sex gespart."

Einen Lichtblick gab es aber zuletzt, als die wochenlangen Atom- Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran im Palais Coburg in der City weltweit Schlagzeilen machten. Da ließen scharfe US- Geheimdienstmänner nach Dienstschluss im benachbarten "Babylon" die Puppen tanzen und die Dollar rollen. Vor allem bei den russischen Damen ­– Völkerfreundschaft einmal anders.

zet

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