Eine skurrile Tour durch die City  (Bild: Martin Jöchl)

Eine skurrile Tour durch die City

Eugene Quinn (47) ist Engländer. Er kommt aus einem Land, wo lauwarmes Bier ohne Schaum und gefüllter Schafsmagen als National-Gerichte gelten. Jetzt lebt Quinn in Wien und bietet eine ganz besondere Tour an: "Vienna Ugly" führt zwei Stunden lang zu den hässlichsten Häusern der Stadt.

Quinn liebt Wien, er ist fasziniert vom 1. Bezirk - aber er sieht auch die andere Seite: "Die Stadt ist nicht nur Walzerseligkeit". Wer auch dieser Meinung ist, der liegt bei "Vienna Ugly" richtig. Die Tour führt vom Karmelitermarkt zum Heldenplatz, 19 Gebäude stehen auf der Liste. Und manche davon sind wirklich sehr, sehr häßlich.

Quinn sieht seinen Rundgang - der übrigens nur fünf Euro kostet - auch als Hommage an die Wiener Melancholie, denn nicht nur Touristen, auch Einheimische nehmen daran teil. Und sehr oft seien auch Architekten dabei: "Ich glaube, sie wollen die Fehler ihrer Kollegen sehen", diagnostiziert Quinn.

Hier seine Top- 5 der hässlichsten Häuser der Stadt:

#1. Der Media Tower am Donaukanal, vom berühmten Architekten Hans Hollein entworfen und geplant. Bei einer Abstimmung unter den Tour- Teilnehmern landet er regelmässig im Spitzenfeld.

#2.  Das Bundesamtsgebäude in der Radetzkystrasse im 3. Bezirk sieht aus, als hätte ein Architekturstudent in einem Zelt in Dubai einen schlechten Trip eingeworfen und dann zu zeichnen begonnen.

#3. Der Flakturm im Augarten ist aus jedem Blickwinkel ein Schandleck.

#4. Das rosablaue Haus am Karmerlitermarkt ist für Quinn "eine öffentliche Psychotherapie". Es steht übrigens seit fünf Jahren zum Verkauf...

#5. Das Bundesamtsgebäude am Josef- Holaubek- Platz im Alsergrund: "Wenn Kinder ein Legohaus bauen, kommt sowas dabei raus." Das Schönste daran: Der Hundertwasser- Turm der Müllverbrennung, die dicht dahinter steht.

Ihr kennt noch weitere Schandflecken? Postet eure Meinung in den Kommentaren oder schreibt uns mit Hashtag #City4U auf Facebook, Twitter oder Instagram!

Zet

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