Drogenalarm in Wiens Partyszene  (Bild: thinkstockphotos.de)

Drogenalarm in Wiens Partyszene

Es ist eigentlich nie drinnen, was drauf steht: Partydrogen. Die überwiegend illegalen Substanzen, die aufputschen, munter machen, wach halten und euphorisierend sein sollen, sind meist auf Festivals, Partys oder Clubs erhältlich. Oft werden die psychoaktiven Substanzen eingesetzt um sexuelle Kontakte zu ermöglichen bzw. zu erleichtern. Doch - ist das wirklich der Fall?

Das Club- und Partyleben fordert seinen Tribut. Notärzte werden regelmäßig mit Patienten konfrontiert, die der Stimmung durch die Einnahme von Alkohol oder Substanzen nachhelfen wollten. Und: Partydrogen boomen! "Kokain in der Society und Crystal Meth bei den jungen Leuten, sind die Klassiker unter Wiens Partydrogen", so Kriminalbeamter Josef Markl. Der massive Missbrauch von Alkohol ist laut der Suchthilfe Wien ein immer größer werdendes Problem in der Wiener Jugend- Szene.

Kontrolle ist nur bedingt möglich

Die Drogen- Umschlagplätze Wiens, sind dabei "vor allem an der U- Bahn- Linie U6, der U4, sowie in der Inneren Stadt." Eine Kontrolle ist nur bedingt möglich. "Neben den zahlreichen Drogendealern auf den Straßen bestellen sich junge Nutzer viel über das Internet und lassen sich das Suchtgift per FedEx zustellen um dieses dann über diverse Schienen zu vertreiben", erklärt Markl.

Lust oder Frust?

Einige greifen auch zu aufputschenden Mitteln um die "Party zu verlängern". Doch anders als oftmals erwartet lässt eine Line Koks einen nicht automatisch zum Hengst werden. "Es ist ein absoluter Irrglaube, dass Drogen automatisch zu gutem Sex führen. Ich bin der Überzeugung: Die beste Droge ist ein guter Partner, bei dem die Chemie stimmt", so Markl. Drogen können negative Emotionen verstärken, eine zu hohe Dosis vermag es etwa Personen in einen komatösen Schlaf zu versetzen...

Partydrogen - die dunklen Seiten des Spaß- Konsums...


#1. Reduziertes Bewusstsein

"Vor allem Alkohol hat am Anfang eine euphorisierende Wirkung, weil er dementsprechend enthemmt. Er gilt daher als soziales "Schmiermittel". Die Folgen von zu viel Konsum können beim Mann jedoch Potenzschwierigkeiten sein, bei der Frau eine verminderte Wahrnehmung herbeiführen", so Experte Reithofer von der Suchthilfe Wien.

#2. Lebensbedrohlich

"Der Mischkonsum von Drogen ist immer gefährlich!", so Reithofer weiter. Die Kombination von Poppers und Viagra ist unter Umständen sogar eine tödliche, da sich die blutdrucksenkende Wirkung dieser Substanzen potenzieren. Im Extremfall kann es zu einem lebensbedrohlichen Blutdruckabfall kommen.

#3. Flüssigkeitsmangel

"Drogenkonsum kann zur Überhitzung des Körpers und zum Kollaps führen", erklärt der Suchtmittel- Experte. Zudem konzentriert sich die Blutversorgung bei Flüssigkeitsmangel auf die für das Überleben wichtigsten Organe im Körper - das beste Stück zählt dabei nicht dazu.

#4. Austrocknungs- Gefahr

Der Konsum von Speed, Crystal, LSD, Kokain und Ecstasy trocknet die Schleimhäute schnell aus - Kondome können dadurch reißen!

#5. Ansteckungs- Risiko

Bei Drogen die man durch die Nase konsumiert kann es zu Infektionsgefahren kommen, etwa wenn die Finger verschmutzt sind oder die Nase innen verletzt ist. Reithofer: "Zudem kann es durch die Verletzungen zu Blutungen kommen, die in Verbindung mit Hautkontakt durchaus das Risiko einer Krankheitsübertragung erhöhen."

#6. Tod

Kriminalkomissar Markl warnt vor allem sehr eindringlich vor Crystal Meth: "Crystal Meth ist besonders gefährlich, da es anfänglich aufputschend wirkt, bei oftmaligem Konsum aber  den genau gegenteiligen Effekt hat. Man wird extrem schnell süchtig darauf!" Die gefährliche und hochpotente chemische Substanz ist ein Gift, das zunächst zwar stimuliert, dann aber den Körper systematisch zerstört. "Die Zähne fallen aus, die Haut wird sehr schnell  schlecht und schlussendlich kann der Konsum auch zum Tod führen. Wir haben zahlreiche abschreckende Bilder von Meth- Abhängigen bei uns im Büro."


Drogen- Konsum und -Besitz sind in Österreich verboten, es gibt keine Toleranzgrenze.


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jus

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