Der "Küsser-König" hat keinen Job mehr  (Bild: Martin Jöchl/Zwefo)

Der "Küsser- König" hat keinen Job mehr

Der Grüne Julian "Ich bin Öffi für alles" Schmid ist laut seiner Facebook- Seite "zwar nicht mehr Abgeordneter im Nationalrat, will aber nach wie vor die Welt retten." Da die Öko- Partei den Einzug ins Parlament nach der Wahl nicht geschafft hat, müssen sich die 21 Parteimitglieder nun neu orientieren. Der Jüngste von ihnen, der 28- jährige Schmid, hat noch keine konkreten Pläne. Ein Blick auf seine Vergangenheit und in seine Zukunft.

Der gebürtige Klagenfurter war von 2013 bis 2017 Abgeordneter im Nationalrat, und mit 24 Jahren damals das bisher jüngste männliche Mitglied. Aufgefallen ist er vor allem durch seine Ablehnung von Anzügen, da er oft Kapuzen- Sweater trug - auch im Parlament. Im Sommer 2015 machte Schmid mit Oben- Ohne- Urlaubsfotos auf seinen Social- Media- Profilen von sich reden. Ab da war sein Image als Posterboy geboren und es ging weiter.

Der erste Skandal folgte kurz darauf, als er Teil einer Plakatkampagne der Grünen im Zuge der Wien- Wahl war. Darauf zeigte er sich mit strahlendem Lächeln von Kussmündern übersät und warb mit dem Slogan "Ich bin Öffi für alles". Eine Watchgroup stufte das Sujet schließlich als sexistisch ein, da der Slogan suggeriere, er sei für sexuelle Abenteuer offen.

Nun war der fesche Lockenkopf in aller Munde. Das Fass zum Überlaufen brachte dann die Entscheidung der Grünen, Schmid anstatt Peter Pilz auf den prominenten Listenplatz 4 für die Nationalratswahl zu setzen. Der "Aufdecker der Nation" verließ die Partei und gründete eine eigene. Nun sitzen - aus unterschiedlichen Gründen - weder Pilz, noch Schmid im Parlament. Also was hat der Jungspund nun vor?

Julian Schmid hat einen Bachelor in Politikwissenschaft, weiß aber noch nicht, wie sein beruflicher Weg in Zukunft nun verlaufen wird. Er möchte sich auf jeden Fall weiter für den Umweltschutz einsetzen und wünschte den neuen Abgeordneten im Nationalrat via Facebook "Viel Glück und Energie! Und von Herzen: Make a difference!" Den weiteren Gang auf die Universität kann er sich durchaus vorstellen, um mit einem Master abzuschließen. Auch die Option der Selbstständigkeit im Bereich der Nachhaltigkeit steht im Raum.


November 2017

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Redakteurin
Viktoria Graf
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