Das Geisterhaus von Wien steht seit 11 Jahren leer  (Bild: zet)

Das Geisterhaus von Wien steht seit 11 Jahren leer

Jeder der schon einmal in Döbling war, kennt es - es ist Wiens berühmtestes Geisterhaus: das APA- Hochhaus an der Gunoldstraße. 1970 errichtet, schickten von dort aus bis 2005 heimische und internationale Presseagenturen aktuelle Österreich- News in die Welt. Heute übernachten dort Obdachlose, die sich durch zerschlagene Scheiben einen Weg in das Innere gebahnt haben.

Auch der große Schriftzug am Dach erinnert an längst vergangene glorreiche Zeiten - das Haus selber rottet vor sich hin - die Fenster in den unteren Stockwerken sind zum Teil eingeschlagen, weiter oben wurden "Merske"- Schriftzüge von innen aufs Glas gesprayt - "Merske" hat sich auch auf  Abbruch- Häusern in England, Australien und Italien verewigt. Abenteuerlustige machten dort öfters und illegal Party, Traumblick auf die Stadt inklusive. Aufgeschnittene Zäune zeigen, wie sie sich einen Zugang zum Haus geschnitten haben - und durch eingetretene Türen ins Innere gelangt sind.

Das Haus verfällt seit mehr als zehn Jahren - die Zukunft des Baus ist ungewiss: 2013 erwarb ein Wiener Stararchitekt das Gebäude vom damaligen Besitzer, der Uniqa Versicherung - über die Weiterverwendung kann bisher nur spekuliert werden. Laut Eigentümer ist das Haus nicht asbestverseucht - eine teure Innenssanierung entfällt also. Das ist aber nur ein schwacher Trost - denn die Sanierung der Fassade würde ebenfalls ein Vermögen verschlingen.

Bis die Entscheidung gefallen ist, bleibt das Hochhaus mit 6000 Quadratmetern Bürofläche, aufgeteilt auf 13 Etagen, eine illegale Schlafstätte von Obdachlosen. Denn der Winter steht vor der Tür.

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zet

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