Betrunken im Auto schlafen: Bis zu 5900€ Strafe!  (Bild: Stock.Adobe.Com)

Betrunken im Auto schlafen: Bis zu 5900€ Strafe!

Die Tage werden kürzer und kälter, doch die Nächte umso länger und frostig - auch am Wochenende beim Feiern kann es da ganz schön frisch werden. Wer zu tief ins Glas geschaut hat, das Auto stehen lassen möchte, aber keinen Zug oder Taxi nach Hause bekommt, wird dazu verleitet, im stehenden Wagen bei einem Nickerchen den Morgen abzuwarten. Doch darf man das? City4U hat nachgefragt:

# Gefahr am Fahrersitz

Übernachten im eigenen Auto ist zwar nicht die beste Idee, aber wer keine andere Möglichkeit mehr sieht, weil er zu tief ins Glas geschaut hat, wird wohl versuchen, im Fahrzeug zu schlafen. Das kann trotz der guten Absicht ganz schön gefährlich sein! Beispielsweise solltet ihr nicht auf dem Fahrersitz einschlafen - im Schlaf könntet ihr unglücklicherweise ankommen und das Fahrzeug ins Rollen bringen.

# Parkverbot beachten

"Grundsätzlich ist es nicht verboten, im Auto abzuwarten, bis man öffentlich nach Hause fahren kann oder im Sonderfall ein wenig zu schlafen - man muss allerdings das Auto richtig geparkt haben", verrät Daniel Fürst, Pressesprecher der Wiener Polizei. Auch im Auto sitzend/schlafend kann eine Parkstrafe greifen.

# Achtung Kampierverordnung

Außerhalb von Campingplätzen darf das Auto an freien öffentlichen Plätzen nicht für Wohnzwecke verwendet werden. Wer im Winter also beispielsweise einen Schlafsack für alle Fälle im Auto hat, muss hier aufpassen! Besser wäre hier, eine Decke im Auto mitzuführen, um es im Fall der Fälle warm zu haben - Decken werden nämlich im Einzelfall entschieden und wenn ihr nicht den Anschein erweckt, dauernd im Fahrzeug zu übernachten, spricht nichts dagegen.

# Schlüssel nicht im Zündschloss

Das Wichtigste bei der ganzen Thematik ist der Autoschlüssel. Dieser darf NICHT im Zündschloss stecken. Sobald dies nämlich der Fall ist, greifen dieselben Strafen, als würdet ihr betrunken fahren bzw. das Fahrzeug in Betrieb nehmen wollen. Hier kann es bis zur Führerscheinabnahme kommen und der Schlüssel wird abgenommen.

Steckt ihr betrunken den Schlüssel in das Zündschloss, erwarten euch folgende Maßnahmen:


0,5 - 0,79 Promille

300 Euro und 3.700 Euro Verwaltungsstrafe., Vormerkdelikt

0,8 - 1,19 Promille

800 Euro bis 3.700 Euro.  Bei der ersten Alkofahrt (ohne Unfall) ist der Führerschein für 1 Monat weg - im Wiederholungsfall mindestens für 3 Monate. Außerdem muss ein Verkehrscoaching absolviert werden (100 Euro).

1,2 - 1,59 Promille

1.200 Euro bis 4.400 Euro. Führerschein ist für mindestens 4 Monate weg. Nachschulung

Ab 1,6 Promille

1.600 Euro bis 5.900 Euro. Führerscheinentzug von mindestens 6 Monaten. Nachschulung, Termin bei Amtsarzt, verkehrspsychologische Untersuchung

ACHTUNG: Die Verweigerung des Alkomat- Tests ist mit 1,6 Promille gleichzusetzen.


Solltet ihr also einmal wirklich in eurem Auto übernachten, müsst ihr zusammengefasst folgende Punkte beachten:

# Schlüssel auf keinen Fall ins Zündschloss stecken

# Am besten auf dem Rücksitz schlafen

# Das Auto sollte nicht im Parkverbot stehen

# Ihr solltet nicht den Anschein erwecken, im Auto zu wohnen




Oktober 2017

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Redakteurin
Vanessa Licht
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