7 Sätze, die man nicht von einem Taxler hören will  (Bild: thinkstockphotos.de)

7 Sätze, die man nicht von einem Taxler hören will

Taxifahrer sind die Helden der Nacht! Sie bringen uns zur nächsten Party, nach Hause, sind Kofferträger, Philosophen und Seelenklempner. Sie können bedingungslos schweigen und sind gleichzeitig Meister des Smalltalks. Meistens fahren sie richtig, manchmal auch falsch. Aber, so sehr wir sie brauchen: Hier die sieben Sätze, die man von einem Wiener Taxifahrer einfach nicht hören will.

1. "Gentzgasse? Also in den 21. Bezirk? Kein Problem!"

Taxifahrer sollten jeden Winkel ihres Reviers kennen und mit Schleichwegen genauso angeben wie Pokerspieler mit einem Royal Flush. Steigt man in das Taxi ein und hat das Gefühl, dass der Wiener Stadtplan ein genauso unbekanntes Terrain für den Fahrer ist wie molekulare Biomedizin für einen selbst: Aussteigen!

2. "Und, wie würden Sie gerne fahren?"

Niemand wird einsteigen und antworten: "Ach, das ist mir eigentlich egal. Ich habe viel Geld einstecken und brauche nicht rechtzeitig bei meinem Termin zu erscheinen, sondern freue mich über eine ausgedehnte Wien- Rundfahrt." NIEMAND.

3. "Was? Das ist nicht hier?"

Er fährt los, und ihr seid anfangs davon begeistert, welche geheime Route es zu geben scheint, nachdem der Taxifahrer zielsicher einen komplett anderen Weg einschlägt, als ihr selbst eigentlich gewählt hättet. Ihr erkennt nichts. Nach 10 Minuten noch immer nicht. Dann dämmert es euch: Ihr seid mit eurer Unwissenheit in diesem Auto nicht alleine. Irgendwann wird das dem Fahrer wohl auch bewusst, und er beginnt, an seinem Navi herum zu fuchteln. Nach 36 Minuten seid ihr endlich dort angelangt, wovon ihr beim Start 11 Minuten entfernt gewesen seid. Wenn er nett ist, erlässt er euch einen Aufpreis für den Umweg. Wenn.

4. "Stört es Sie, wenn ich das Radio einschalte?"

Aber nein, ganz im Gegenteil, das ist eine großartige Idee, da laute Musik wenigstens jeglichen Versuch der Kommunikation im Keim erstickt. Ach, der Taxifahrer hat eine Vorliebe für Oldies und summt auch noch hellauf begeistert mit? Gut, es stört doch.

5. "Ich nehme keine Bankomatkarte!"

Der Klassiker. Man hat sämtliches Bargeld im Club liegen gelassen und begibt sich lediglich mit einer Bankomatkarte bewaffnet auf den Heimweg. Draußen regnet es oder hat gefühlte 18 Grad unter Null, und das einzige, was man möchte, ist, endlich nach Hause zu kommen. Acht von zehn Taxifahrern erklären euch, dass es leider nicht möglich ist, mit Karte zu zahlen. Der neunte sagt gar nichts, sondern schüttelt nur stumm den Kopf. Der zehnte hat genug Mitleid. Yay!

6. "Ich kann leider nicht wechseln!"

Ihr wart, um nicht in den Genuss von Punkt 5 zu kommen, vorher extra beim Bankomaten und habt Geld behoben. Ausgestattet mit Bargeld zeigt ihr euch großzügig und antwortet auf "Das wären dann 12 Euro" mit "13!". Ihr gebt einen 50- Euro- Schein. Dann der Satz: "Ich kann leider nicht wechseln!" Was nun? Der nächste Bankomat ist zu Fuß gefühlte zwei Kilometer entfernt und quasi um die Ecke des Ausgangsortes, eine Taxifahrt dorthin und wieder retour dann doch etwas kostspielig. Wir empfehlen: Weinen, Hoffen, Beten. Oder: Eine Überweisung per Online- App.

7. "Und – was machen Sie so beruflich?"

Erwidert man mit einem dem Taxifahrer bekannten Beruf, fühlen sich ein paar von ihnen sofort bemüßigt, eine Diskussion darüber zu entfachen. Gibt man etwas Exotisches zur Antwort, gleicht die Weiterfahrt einem Polizeiverhör. Mögliche Lösung: Fragen, wie es so ist, Taxi zu fahren. Denn: Die Damen und Herren machen einen Knochenjob und haben dementsprechende Aufmerksamkeit verdient.


Habt ihr weitere Sätze von Wiener Taxifahrern, die ihr einfach nicht mehr hören könnt? Postet sie uns per Kommentar oder schreibt uns mit Hashtag #City4U auf Facebook, Twitter oder Instagram!

jus

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