300 Top-Filme in zwei Wochen  (Bild: Les Films Velvet)

300 Top- Filme in zwei Wochen

Film ab: Von Donnerstag, 20. Oktober bis Mittwoch, 2. November ist die City wieder Klein- Hollywood: Die Viennale 2016 präsentiert 300 Spiel- , Dokumentar- und  Kurzfilme in 14 Tagen. City4U bringt euch die Hitparade jener Movies, die ihr nicht versäumen dürft.

Die Viennale, die heuer zum 54. Mal stattfindet, ist Österreichs größtes internationales Filmevent und zugleich eines der qualitätsvollsten Filmfestivals im europäischen Zusammenhang. Heuer solltet ihr folgende Filme sehen:

Safety Last!

Die Filme von Harold Lloyd erzählen Geschichten vom amerikanischen Traum: wie man den gesellschaftlichen Aufstieg mit viel Optimismus und erheblicher Flunkerei bewältigt. In Safety Last! macht Harold seinen Lieben in der Provinz vor, er habe es in der großen Stadt bis zum Geschäftsführer eines Kaufhauses gebracht, während er tatsächlich nur als Verkäufer arbeitet. Als seine Verlobte ihn plötzlich besucht, muss Harold beide Rollen spielen. Die fast zwanzigminütige Sequenz, in der Lloyd als Werbegag die Fassade des Kaufhauses erklimmt, gehört zu den schönsten der Filmgeschichte. (23. Oktober, 11:00, Metro).

Müllers Büro

Ein österreichischer Klassiker: Christian Schmidt posiert zwischen Whiskyflaschen und Nachtklubgirls als Privatdetektiv Max Müller, der in der Wiener Halbwelt für Unruhe sorgt, während sein Freund Larry (Andreas Vitasek) im Duett die Philosophie zuliefert: «Es können nur Männer verstehen, was uns Männer vereint.» Der 2009 mit erst 52 Jahren verstorbene Regisseur Niki List ist im zügellosen Achtzigerjahre- Stilgewitter in der Rolle des Gangsterbosses Delgado zu sehen. (26. Oktober, 11:00, Gartenbaukino).

Per un Pugno di Dollari

Als Fremder ohne Namen wird Clint Eastwoods Figur ikonisch, der Film wiederum bildet den Auftakt zu Leones kapitalismuskritischer Dollar- Trilogie; er zählt damit zu den Meilensteinen des Italowestern und wirkt als solcher zurück ins Mutterland des Genres. Totgesagte leben bekanntlich länger, das gilt im Übrigen auch für den Fremden. Und nicht nur das: Er lacht auch noch zuletzt. Nun ja, nicht wirklich, aber Eastwood verzieht zumindest das Gesicht. (26. Oktober, 16:00 Filmmuseum, 19. November, 20:45 Filmmuseum).

Kill Bill

Auch die Braut wird zur Rache quasi neu geboren, sie erwacht aus einem mehrjährigen Koma und sie macht sich sofort ans Werk, denn der Ex- Lover hat ihre Hochzeit versaut und den Bräutigam ermordet. Erwartbar hoch geht es her in Quentin Tarantinos Streifzug durch Filmgeschichte und Genres, Kulturen und Bildtraditionen. Und während die einen respektvolle Zitate erkennen und Verbeugungen vor großen Vorbildern sehen, beklagen die anderen schamlose szenische Rip- offs und das Verheizen von Ikonen. (28. Oktober, 16:00, Filmmuseum).

Planetarium

Die Schwestern Laura und Kate Barlow touren Ende der 1930er Jahre als Medien durch die Nachtklubs der alten Welt und bieten Séancen an, bald umschwärmt auch von einem Kinoproduzenten, der davon träumt, den ersten wahrhaft «fantastischen Film» zu drehen. Frei nach den Lebensgeschichten der Schwestern Fox und des in Auschwitz ermordeten, französischen Produzenten und Regisseurs Bernard Natan. (29. Oktober, 18:00, Gartenbaukino, 30. Oktober, 13:30, Metro).

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