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21.07.2017 - 03:28
Foto: thinkstockphotos.de

Tipps und Tricks für die Bewässerung von Pflanzen

08.07.2017, 09:40

Mit dem Beginn der Ferien stellt sich jedes Jahr die Frage: Wie kommen die Topfpflanzen über zwei bis drei heiße Wochen während unserer Abwesenheit, ohne dass sie verdursten? Neben bewährten Profi- Systemen gibt es auch ein paar Hausmittel und Tricks.

Die sicherste Methode, Pflanzen gut über den Urlaub zu retten, ist die Unterstützung eines lieben Nachbarn oder eines Familienmitglieds, die sich während Ihrer Abwesenheit um die pflanzlichen Schützlinge kümmern. Vor allem bei großen Gärten oder Terrassen, wo das Gießen in der extrem heißen Jahreszeit das wichtigste ist, sollten Sie sich um eine verlässliche Urlaubsvertretung mit grünem Daumen umschauen. Was die "Entlohnung" betrifft, kann man seine Fantasie spielen lassen, wenn man weiß, was er oder sie gerne mag. Viele revanchieren sich vice versa mit einem Urlaubs- Gießdienst, wenn auch der Nachbar dann mal wegfährt.

Schirm und Sonnensegel schützen

Am sonnigen Balkon ist ein großer Schirm oder ein Sonnensegel die effizienteste Maßnahme, um Pflanzen zuerst einmal gegen die sengenden Sonnenstrahlen zu schützen. Denn: Pflanzen im Schatten verdunsten weniger Wasser. Stellt man sie noch dazu auf Untersetzer, die mit kühlem Nass gefüllt sind, oder in große Wannen mit Vlies, so ist die gröbste Not erst einmal abgewendet. Die Töpfe kleinerer Pflanzen können Sie vor Ihrer Abreise fest in Wasser eintauchen und richtig vollsaugen lassen, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen. Größere Töpfe in Gruppen auf einer Vliesmatte im Schatten eng zusammenstellen und gut anfeuchten!

In Zeiten des DIY- Trends basteln manche Balkonbesitzer eigene Wasserspender mit Schläuchen und Wassertanks. Gehören Sie nicht zu diesen Hobbyhandwerkern, dann erkundigen Sie sich im Fachhandel nach geeigneten Bewässerungssystemen. Diese werden meist vom Profi angeboten und können in unterschiedlichen Ausführungen verlegt werden - hauptsächlich also eine Frage des Budgets. Es gibt aber auch ganz passable kostengünstige Lösungen des Problems der Wasserversorgung.

Foto: thinkstockphotos.de

Wasser tröpfchenweise

Eine praktische Methode zur Bewässerung von fünf Meter Balkonkasten oder zehn Terrassenpflanzen ist das Micro- Drip- System von Gardena. Es basiert auf Tropfbewässerung. Dabei wird an einem Wasserhahn oder einer Regentonne ein Druckminderer angeschlossen, und das Wasser über Schläuche, die zu den Blumentöpfen führen, tröpfchenweise abgegeben. Dieses Micro- Drip- System ist vergleichsweise günstig und leicht selbst zu installieren. Noch dazu kann das Gardena Micro- Drip- System recht flexibel eingesetzt werden - eben auch für Zimmerpflanzen. Es lassen sich Balkonkistchen, aber auch Sträucher und Nutzpflanzen gut im Urlaub mit Wasser versorgen. Auf jeden Fall ist eine gute Fachberatung von Vorteil, bevor man sich zum Kauf entschließt.

Set für 36 Topfpflanzen

Die Firma Gardena bietet auch ein Urlaubsbewässerungsset an, mit dem bis zu 36 Topfpflanzen automatisch bewässert werden können. Es enthält einen Transformator mit einem Zeitschalter. Die Bewässerung wird täglich für eine Minute aktiviert. Mit drei verschiedenen Verteilern, die je zwölf Ausgänge haben, können Pflanzen optimal mit Wasser versorgt werden. Das Set enthält eine Pumpe mit Schmutzfilter, einen neun Liter umfassenden Vorratsbehälter sowie insgesamt neun Meter Verteilerschlauch und 30 Meter Tropfschlauch. Damit lässt sich sogar ein großer Balkon optimal mit Wasser versorgen.

Aus der Plastikflasche

Die kostengünstigste Methode, Pflanzen mit Wasser zu versorgen, ist die gute alte Pet- Flasche. Sie sieht zwar nicht so toll aus, erfüllt aber ihren Zweck: Trennen Sie den Boden der Flasche mit einem scharfen Messer ab und stecken Sie den Flaschenhals in den Blumentopf - nicht zu nah am Rand und nicht zu nah beim Stamm der Pflanze. Dann füllen Sie Wasser in die Flasche. Es macht Sinn, dies einige Male vor dem Urlaub auszuprobieren, denn die Pflanzsubstrate haben sehr unterschiedliche Konsistenz. Bei trockenem Erdreich fließt das Wasser viel rascher ab. Also vorher testen und beobachten!

Im gläsernen Kleid

Vielleicht haben Sie die hübschen bunten Glaskugeln schon irgendwo gesehen und dachten, sie wären bloß attraktive Pflanzenzierde? Ja, stimmt. Aber neben ihrem gefälligem Äußeren erfüllen sie noch einen wichtigen Zweck: Sie versorgen die Pflanzen mit Wasser! Dies wird durch das dünne Rohr in die Kugel gefüllt. Das Rohr steckt dann nahe an der Wurzel in den Pflanztöpfen. So wird Wasser gleichmäßig an die Erde abgegeben. Das Prinzip der Pet- Flasche, nur um einiges schöner. Viele Gartenfachmärkte bieten Bewässerungskugeln an, die man übrigens auch für Zimmerpflanzen verwenden kann.

In der Wasserwanne

Bevor Sie im Meer baden und die Sonne genießen, kommen Ihre Pflanzen zu Hause noch in die Wanne. Bewässerungswannen sind praktisch, wenn Sie viele kleine Töpfe zu versorgen haben. Die Wannen werden in unterschiedlichen Größen angeboten. Füllen Sie die Wanne zunächst mit einer circa vier Zentimeter hohen Schicht aus Blähton (Leca- Granulat) und wässern Sie das Granulat so lange ein, bis es vollgesogen ist. Vor der Abreise füllen Sie die Wanne rund zwei Zentimeter hoch mit Wasser an und stellen Ihre Töpfe hinein. So können Sie getrost abreisen, wohl wissend, dass Ihre Schützlinge in einem kühlen Fußbad gut versorgt sind.

Aus dem Tonkegel

Das Tonkegelsystem, bekannt unter dem Namen Tropf- Blumat, basiert auf einem Fühler, der den Pflanzen über einen dünnen Schlauch tropfenweise Wasser zuführt. Für größere Gefäße oder Flächen können mehrere Tonkegel verwendet werden. Diese Bewässerung funktioniert stromlos. Die Tonkegel sind über Schläuche mit einem Tank verbunden und reagieren auf den Feuchtigkeitsgehalt der Erde. Es wird nur so viel Wasser abgegeben, wie die Pflanze braucht.

Aus dem Tontopf

Für Tomatenpflanzen und durstiges Gemüse im Garten oder Hochbeet haben sich einfache, mindestens zwölf Zentimeter große schlichte Tontöpfe bewährt, die ein Loch im Boden haben. Man gräbt die leeren Tontöpfe fünf bis sieben Zentimeter tief neben den Pflanzen in die Erde ein und füllt sie vor dem Wegfahren mit Wasser. Aus diesem einfachen Wasserreservoir wird der "Herr Paradeiser" gut getränkt und verdurstet nicht so leicht.

Die Überlebenskünstler

  • Für sehr heiße und trockene Standorte mit viel Wind und Sonne eignen sich alle dickfleischigen Blattpflanzen und Sukkulenten, da sie das Wasser in besonders hohem Maß speichern. Diese Pflanzen wachsen im Süden mit wenig Erde sogar auf heißen Steinen und vertragen wirklich extreme Bedingungen. Unter den Sommerblumen zählen dazu die Mittagsblumen (Mesembrianthemum) und die Portulak- Röschen.
  • Auch der Rosmarin verträgt viel Trockenheit.
  • Die Aloe Vera, die Heilerin des Gartens, gedeiht selbst an heißesten Standorten.
  • Von den winterharten Pflanzen sind die Hauswurz- Arten (Sempervivum) absolute Hungerkünstler, die sich noch dazu von selbst vermehren.
  • Auch nahezu alle Sedum Arten (Fetthennen) halten trockene Lagen aus. Es gibt sie in vielen Farben und Wuchshöhen mit unterschiedlichen Blütezeiten, vom Mauerblümchen bis zum stolzen Bienenhocker.

Falls die eine oder andere Pflanze Ihren Urlaub nicht übersteht, lege ich Ihnen diese Überlebenskünstler als Alternative wärmstens ans Herz.

Angelika Starkl, wohnkrone.at

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