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10.12.2016 - 03:27
Foto: thinkstockphotos.de

Warum sich Apple für Saphirglas interessiert

10.02.2014, 13:00
Nachdem der US-Computerkonzern Apple in den vergangenen Monaten in Know-how und Einrichtungen rund um Saphirglas investiert hat, erwarten Beobachter nun, dass eines der nächsten iPhones mit einer Saphirglas-Scheibe über dem Display ausgerüstet sein wird. Bei uns erfahren Sie, was es mit dem vermeintlichen Wundermaterial auf sich hat.

Besitzer teurer Uhren kennen das Material bereits, am Smartphone- Sektor kam Saphirglas bis auf wenige Ausnahmen bisher aber nicht zum Einsatz. Der Grund: Das Material ist sehr teuer und soll im Vergleich zu kratzfestem Glas von Herstellern wie Corning das Zehnfache kosten.

Da verwundert es kaum, dass Saphirglas bisher nur in den sündhaft teuren Edel- Smartphones von Vertu verwendet wurde (siehe Infobox). Apple scheint das nun ändern zu wollen. Wie der britische "Guardian"  berichtet, dürfte die erste Saphirglas- Fabrik des iPhone- Herstellers noch diesen Monat ihre Pforten öffnen – und schon bald Saphirglas für die Displays künftiger iPhones und iPads liefern.

Fast so hart wie Diamant

Der große Vorteil des Materials: Es ist durchsichtig wie Glas, gleichzeitig aber beinahe so hart wie Diamant. Wer befürchtet, dass künftige iPhones durch das Edelstein- Glas einen Blaustich haben könnten, braucht sich keine Sorgen zu machen. Für die Produktion von Saphirglas werden farblose Saphirkristalle verwendet, die künstlich hergestellt werden. Der Nachschub an blauen Edelsteinen dürfte durch Apples Saphirglas- Fabrik also nicht gefährdet werden.

Durch die unglaubliche Härte des Materials wird es derzeit vor allem als Sicherheitsglas verwendet. Kugelsicheres Glas, Sicherheitsfenster und Sichtfenster in wissenschaftlicher Ausrüstung werden von Saphirglas geschützt. Teure Uhren vom Schlage einer Rolex ebenfalls. Und künftig könnten nun also auch iPhones dazugehören. Genau genommen besteht ein Element des aktuellen iPhone 5S sogar bereits aus Saphirglas: die Abdeckung des Fingerabdruck- Sensors.

Zehnmal teurer als chemisch gehärtetes Glas

Im Vergleich zu chemisch gehärtetem kratzfestem Glas von Herstellern wie Corning und Asahi Glass, wie es für Smartphone- Displays etwa im Samsung Galaxy S4 (Corning) und Sony Xperia Z1 (Asahi Glass) verwendet wird, soll Saphirglas nochmals deutlich unempfindlicher gegen Kratzer sein.

Gleichzeitig ist Saphirglas allerdings auch schwerer als gehärtetes Glas und erheblich teurer. Laut "Gorilla Glass"- Hersteller Corning kostet Saphirglas bis zu zehnmal so viel wie das eigene kratzfeste Glas. Beobachter gehen dennoch nicht davon aus, dass kommende iPhones durch das neue Material teurer werden. Stattdessen rechnet man damit, dass Apple an den ohnedies recht hohen aktuellen iPhone- Einstiegspreisen festhalten wird.

10.02.2014, 13:00
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