Die Forscher unter der Leitung von John Runions von der Oxford- Brookes- Universität in Großbritannien markierten verschiedene Membraneiweißstoffe mit einem fluoreszierenden Anhängsel und beobachteten, wie schnell sie sich in der Membran bewegen.
Die meisten waren dabei recht langsam und wurden anscheinend durch irgendetwas aufgehalten. Im Gegensatz zu tierischen Zellen war dieser Anker weder das Zellskelett im Inneren der Zellen noch hielten sich die Eiweißstoffe gegenseitig auf.
Doch als die Forscher die außenliegende Zellwand entfernten, flitzten manche Eiweißstoffe regelrecht in der Membran umher, sie waren um das etwa Zwanzigfache mobiler. Einen ähnlichen Effekt beobachteten sie, wenn sie die Bildung von Zellulose, dem Hauptbestandteil pflanzlicher Zellwände, störten.
"Man kann sich die Zellwand wie ein Netz vorstellen, das auf den Zellen aufliegt", erklärt Kleine- Vehn. Ragt ein Teil eines Membran- Eiweißstoffes in die Zellwand hinein, wird er wie von einem Zaun aufgehalten. Je voluminöser ein Eiweißstoff nach außen hin sei, desto stärker wäre der Effekt. Erstreckt er sich aber bloß nach innen, dann ist seine Beweglichkeit erhöht, weil dann die Zellwand für ihn nicht als Zaun wirkt, so Kleine- Vehn. Die Studie wurde in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift "PNAS" veröffentlicht.